Rettungshunde üben auf Borkener Firmengelände die Suche nach Vermissten

rnRettungshunde Borken

Hundeführer trainierten am Sonntag gemeinsam mit ihren Tieren die Vermisstensuche. Bei der Arbeit kommt es auf ein gutes Zusammenspiel von Mensch und Tier an, die Vierbeiner müssen aber auch selbstständig arbeiten.

von Martina Middeke

Borken

, 17.02.2020, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rettungshunde sind darauf trainiert, liegende oder sitzende Menschen anzuzeigen. Dieses wurde am Sonntag trainiert: Hundeführer machten sich gemeinsam mit ihren Tieren auf Vermisstensuche. Dabei kommt es auf ein gutes Zusammenspiel von Mensch und Tier an. Die Hunde müssen aber auch selbstständig arbeiten.

Bei einer Übung suchten am Sonntag Hundeführerinnen mit ihren Hunden nach hilflosen Personen auf dem ehemaligen Gelände eines Baufachzentrums in Borken. Marion Scheidner vom SV Raesfeld-Erle war mit ihrem Schäferhund dabei. Sie erklärte die Arbeit mit den Hunden, bei der es sich um Rettungshunde-Sport handelt. Der Hund werde in „Nasenarbeit“ sowie „Unterordnung und Gewandheit“ geschult.

Auf freier Fläche und in Trümmern

Am Sonntag konnte die Arbeit auf der freien Fläche und in „Trümmern“ (Gebäuden) geübt werden. Bei der Nasenarbeit kommt es darauf an, dass Hund und Hundeführer als Team arbeiten. Der Hundeführer muss den Hund lenken und führen können. Doch der Hund muss auch in der Lage sein, selbstständig zu arbeiten. Durch seinen ausgeprägten Geruchssinn ist nahezu jeder Hund in der Lage, einen Menschen aufzuspüren.

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Woran erkennt der Hund, wen er suchen muss? „Die Hunde werden darauf trainiert, hilflose Personen zu finden. Sie zeigen nur Personen an, die sitzen oder liegen. Im Sommer kommt es schon mal vor, dass sie im Wald ein Pärchen aufstöbern und erschrecken“, erzählte Scheidner lachend.

Sie ließ ihren Hund los. Er rannte in die erste Halle. Systematisch suchte er die Halle nach Personen ab. Weiter ging es in die nächste Halle. Die Planen auf dem Dach machten im Wind laute Geräusche. Davon ließ sich der Hund nicht beirren. In einer Ecke war ein kleiner dunkler Raum.

Auch diesen suchte der Hund ab und meldete laut bellend seinen Fund. Zur Belohnung wurde ihm ein Spielzeug zugeworfen, er hatte seine Arbeit erfolgreich und selbständig erledigt.

Im Wald ist die Erlaubnis des Jagdpächters notwendig

Andere Hunde warteten auf die Handzeichen ihrer Hundeführer, um die Hallen abzusuchen. Ein junger Bordercollie zog aufgeregt an der Leine. „Wenn die Rettungsleine dran ist und die Decke drauf, weiß er, dass er im Dienst ist. Das ist ein Ritual. Dann freut er sich auf seine Arbeit“, erklärte Sandra Hill vom SV OG Wulfen. „Es ist auch toll, dass die Hunde heute mal fremde Personen suchen können“, so Hill weiter.

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„Wir sind sehr dankbar, auf diesem Gelände mit unseren Hunden trainieren zu können. Es ist schwer, eine Erlaubnis zu bekommen, selbst in Wäldern müssen wir erst die Erlaubnis des Jagdpächters haben. Wir freuen uns heute mit unseren drei Hunden an der Übung des SV Raesfeld-Erle teilzunehmen“, sagte Ulrike Pöter vom SV OG Wulfen.

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