Revierpark Wischlingen will Eintrittspreise leicht erhöhen

Park-Chef besucht Bezirksvertretung

Das miserable Wetter macht den Dortmunder Freibädern zu schaffen. Auch der Revierpark Wischlingen blickt auf zwei enttäuschende Monate zurück. Dass der Park ab dem 1. Juli die Preise für seine Badlandschaft anhebt, hat aber nichts mit dem Wetter zu tun.

WISCHLINGEN

30.06.2016, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Revierpark Wischlingen will Eintrittspreise  leicht erhöhen

Ein seltenes Bild: Der Mai und der Juni waren für das Wischlinger Freibad absolute Flopmonate.

"Es ist eine leichte Erhöhung", hat Revierpark-Chef Bernd Kruse am Mittwoch der Bezirksvertretung Huckarde mitgeteilt. So steigt der Eintritt für die Badbesucher um 40 Cent pro Ticket. Grund: die über die Jahre gestiegenen Energiekosten. Im Herbst will der Park auch die Preise für Sauna-Besucher erhöhen. "Hier steigen die Preise um einen Euro pro Ticket", kündigt Kruse an.  Allerdings steigert der Park bis dahin auch noch einmal die Attraktivität, bietet den Besuchern unter anderem einen neuen größeren Saunagarten. 

Die Bezirksvertretung hatte ihre letzte Sitzung vor der Sommerpause im Revierpark abgehalten und den Parkchef als Berichterstatter eingeladen. „Dem Revierpark geht es seit Jahren gut“, berichtete Kruse. Soll heißen: Anders als andere Revierparks werden in Wischlingen keine tiefroten Zahlen geschrieben. Zukunftssorgen hat Bernd Kruse aber trotzdem. 

"Flopmonate" Mai und Juni 

Denn die Parkleitung hat ihre Möglichkeiten zur Kostenreduzierung weitestgehend ausgeschöpft. „Und die positive Besucherentwicklung wird auch nicht immer so weitergehen wie in den vergangenen Jahren“, befürchtet Kruse.  Schon in diesem Jahr drohen Einbrüche. Denn die Freibadmonate Mai und Juni floppten gewaltig.

Ein Blick zurück: Als der Revierpark vor Jahren erheblich rote Zahlen schrieb, scheute der damalige Parkleiter Uwe Büscher sich nicht vor unpopulären Maßnahmen. Das Freizeithaus wurde verpachtet, die Bad- und Saunalandschaft, modernisiert. Ergebnis: Kosten gingen zurück. Neue Einnahmequellen entstanden.

Zuschüsse stagnieren, Kosten steigen

„Heute decken unsere Gewinne rund 70 Prozent der Kosten“, sagt Bernd Kruse, der Büschers Weg konsequent fortsetzte. Mit Augenmaß und viel Eigenleistung gelang es, Saunabereich aber auch die Eishalle attraktiv umzugestalten und weitere neue Angebote zu schaffen.

„Aber wir müssen auch festhalten, dass die Zuschüsse, die der Revierpark erhält, seit zehn Jahren nicht mehr erhöht wurden. Die Lohnkosten sind aber im gleichen Zeitraum um 26 Prozent gestiegen“, rechnet Kruse vor. Trotzdem gelang es dem Revierpark Wischlingen, in den vergangenen fünf Jahren ein konstant positives Ergebnis zu erzielen. „Wir haben nun einmal kein Festgeldkonto. Gewinne fließen sofort wieder in die Instandhaltung oder Modernisierung“, so Kruse. „Deshalb fehlt uns die Kraft, auch einmal außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen.“

Beispiel: Als die Gebäude des Revierparks Ende der 1970er Jahre konzipiert wurden, waren Vokabeln wie barrierefrei und behindertengerecht noch kein Thema. Bei Renovierungen versucht der Park nachzubessern. Aber für große Maßnahmen wie einen komplett barrierefreien Eingangsbereich fehlt das Geld.

Ob die Bezüge für den Revierpark, die je zu 50 Prozent vom Regionalverband Ruhr (RVR) und der Stadt Dortmund bezahlt werden, in Zukunft steigen, ist unklar.

"Kommen an unsere Grenzen"

Steigen Energie- und Personalkosten weiter, könnte die schwarze Null, die der Park am Ende eines jeden Jahres anstrebt, bald wieder in weite Ferne rücken. „Was Zusatzeinnahmen angeht, kommen wir inzwischen an unsere Grenzen“, so Kruse. „Da haben wir langsam alles abgegrast.“ 

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