Rheder Hallenbad öffnet nach Leichenfund erst am Montag wieder

rnLeiche im Hallenbad

Ein toter Mann war am Sonntag im Hallenbad in Rhede aufgefunden worden. Nun scheinen die Umstände des Todesfalls geklärt. Die Stadtwerke werden das Bad erst nach einer Woche wieder öffnen.

von Carola Korff

Rhede

, 11.02.2020, 19:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach dem Todesfall von Sonntag bleibt das Hallenbad noch den Rest der Woche geschlossen. Erst am Montag könne der Betrieb wieder aufgenommen werden. Das sagte Stadtwerkechef Dr. Ronald Heinze am Dienstag auf Nachfrage des Bocholt-Borkener Volksblattes.

Scheibe eingeschlagen und ins Gebäude gelangt

Wie berichtet, hatte ein Mitarbeiter des Bäderteams beim Aufschließen am Sonntagmorgen die Leiche eines Mannes gefunden. Der 51-Jährige hatte offenbar in der Nacht eine Scheibe eingeschlagen und sich dann im Gebäude das Leben genommen.

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Das Bad müsse jetzt aufwendig gereinigt werden, sagte Heinze. Weil im Wasser Glasscherben gelegen hatten, musste das ganze Becken geleert werden. Es wird nach und nach wieder mit frischem, mit den notwendigen Chemikalien versetztem Wasser gefüllt. 600 Kubikmeter Wasser müssten ausgewechselt werden, so Heinze.

Böden und Wände werden grundgereinigt

Da Sanitäter, Kriminalpolizisten und Bestatter am Sonntag natürlich mit Schuhen über die Fliesen gelaufen waren und so Erde und möglicherweise auch Keime mit ins Hallenbad gebracht hatten, bekommen Böden und Wände eine große Grundreinigung. Insgesamt rechnet Heinze mit Kosten von rund 8000 Euro.

Der Mitarbeiter, der den Toten gefunden hatte, werde psychologisch betreut, sagte der Stadtwerkechef. Das sei dem Mann, der noch versucht hatte, den 51-Jährigen zu reanimieren, von der Polizei gleich angeboten worden. Deren Arbeit lobt Heinze ausdrücklich. „Das war ein sehr professionelles und gutes Prozedere“, sagt er.

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Haben Sie Gedanken daran, sich das Leben zu nehmen? Wenden Sie sich in einem solchen Fall bitte an die Mitarbeiter der Telefonseelsorge. Wählen Sie einfach diese Nummern 0800 1110-111 oder 0800 1110-222 oder 116123 - zu jeder Uhrzeit stehen Ehrenamtliche für Seelsorge- und Beratungsgespräche mit Menschen in akuten Krisen oder längerfristig schwierigen Lebenssituationen zur Verfügung.
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