Rheder Pralinen-Manufactur startet als GmbH neu

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Der Borkener Josef Große-Vehne ist in die von Insolvenz bedrohte Pralinen-Manufactur in Rhede eingestiegen. Gesellschafter der neuen GmbH sind nun die Familien Große-Bölting und Große-Vehne.

von Carola Korff

Rhede

, 05.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Logo ist aufgefrischt, neue Fahnen wehen vor dem Eingang: Seit Dienstag ist die Pralinen-Manufactur Große-Bölting eine GmbH. Mitgesellschafter sind die Familien Frank und Klemens Große-Vehne, die den Pralinenboten und eine Spedition in Stuttgart betreiben. Neuer Geschäftsführer ist Josef Große-Vehne aus Borken. Er hatte Freitag eine Betriebsversammlung einberufen.

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„Ich habe hier schon immer gerne Pralinen und Schokolade eingekauft“, sagte Große-Vehne am Freitag im Pressegespräch. Als er von der Insolvenz des Familienunternehmens erfuhr, habe er helfen müssen – „aus alter Verbundenheit“. Die Pralinen-Manufactur war zu Beginn der Corona-Pandemie mitten im wichtigen Ostergeschäft in die Krise geraten. Cafés und Konditoreien stornierten plötzlich ihre Aufträge, einige Großabnehmer zahlten nicht.

Mehr auf Regionalität setzen

„Wir wollen uns jetzt mehr auf Cafés, Fachgeschäfte und ausgewählte Lebensmittelmärkte konzentrieren“, sagt Lukas Große-Bölting, der in der neuen Firmenstruktur nun für den Vertrieb verantwortlich ist. Mit sehr großen Kunden, die die Rheder Handwerksprodukte unter ihrem eigenen Namen verkauften, habe die Pralinen-Manufactur keine guten Erfahrungen gemacht, so Große-Bölting. Er will mehr auf Regionalität setzen und die „Geschichte“ hinter den handgemachten Spezialitäten erzählen.

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Dazu gehören auch die Vorführungen in der gläsernen Manufaktur, die Josef Große-Bölting jetzt wieder anbietet. „Die ersten Busse kommen wieder“, sagt Geschäftsführer Große-Vehne. Auch der Direktverkauf im Laden am Dännendiek und im neu gestalteten Online-Shop ist ein wichtiges Standbein.

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