Rheinbrücke auf A40 ab Mittwoch wieder frei

Marodes Bauwerk

Gute Nachrichten für Pendler und Urlauber gen Holland: Die seit zwei Wochen gesperrte Rheinbrücke auf der Autobahn 40 bei Duisburg wird am Mittwoch wieder freigegeben. Das teilte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst mit. Weitere Sperrungen sind aber nicht ausgeschlossen.

Düsseldorf/Duisburg

15.08.2017, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Rheinbrücke Neuenkamp ist ab Mittwoch wieder freigegeben.

Die Rheinbrücke Neuenkamp ist ab Mittwoch wieder freigegeben.

„Das ist eine gute Nachricht für Pendler, Wirtschaft und Anwohner“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Ab 5 Uhr morgens könne der Verkehr wieder rollen, teilten das Verkehrsministerium und die Straßenbauverwaltung mit. 

Die viel befahrene Brücke Neuenkamp auf der A40 ist seit dem 2. August wegen eines Risses in der Seilverankerung in beide Richtungen für Autos und Lastwagen gesperrt. Pendler und Lkw-Fahrer müssen seitdem Umwege und kilometerlange Staus auf der wichtigen Verbindungsstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden in Kauf nehmen.

Vor einer Woche hatte Wüst bei einem Krisengipfel in Duisburg mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Behörden Sanierungspläne und einen Krisenfahrplan erörtert. Dabei hatte der Minister auch erklärt, dass seit der Sperrung der Brücke noch mehr als 50 weitere Schäden gefunden worden seien. "Wer den Zustand dieser Brücke sieht, kann nicht versprechen, dass es mit dieser Reparatur getan ist", hatte Wüst gesagt. 

Sperrsystem für die Brücke

Wüst hatte zudem angekündigt, ähnlich wie bei der ebenfalls ramponierten Leverkusener Rheinbrücke eine Waage und eine Sperranlage für überladene Lastwagen installieren zu lassen. Die Sperrung solle falsch beladene Schwertransporter ab 44 Tonnen Gewicht betreffen. Bei der Leverkusener Rheinbrücke schließen sich die Schranken generell bei allen LKW mit einer Ladung von mehr als 3,5 Tonnen Gewicht. 

Die 777 Meter lange Brücke wurde 1970 für bis zu 30.000 Autos am Tag gebaut. Die Belastung durch inzwischen täglich etwa 100.000 Fahrzeuge - davon 10.000 Lastwagen - hat das Bauwerk marode gemacht. Fahrbahn und Querträger mussten in den vergangenen Jahren wiederholt repariert werden. Es ist auch bereits ein Neubau geplant. Der wird nach Angaben der von Bund und Ländern getragenen Projektgesellschaft Deges aber frühestens 2026 fertig.

dpa

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