Rheinischer Esel wird von Gehölz befreit

Neugestaltung

Die Arbeiten an der Verlängerung des beliebten Rad- und Wanderweges Rheinischer Esel um 4,26 Kilometer bis Bochum Langendreer laufen auf vollen Touren. Ein Bagger befreit die ehemalige Bahntrasse von Gehölz.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 05.01.2011 / Lesedauer: 3 min
Rheinischer Esel wird von Gehölz befreit

Der Greifer hält den Stamm, den Vorarbeiter Gary Zweering unten mit der Motorsäge fällt.

Seit Montag ist die Firma Bernhard Landers GmbH im Auftrag der Stadt unterwegs, um die zugewachsene ehemalige Bahntrasse zu lichten. Dazu wird ein „Lichtraum-Profilkneifer“ eingesetzt, wie Vorarbeiter Gary Zweering erklärt. "Das ist ein Zwei-Wege Bagger mit Gleisrollen und Rädern“, so Zweering. Denn oft wird das Gerät genutzt, um den Lichtraum über Gleisanlagen von Ästen und Gebüsch freizuhalten.   Rund sechs bis acht Wochen werden die Arbeiten dauern, schätzt Bernd Ammersilge vom Betriebsamt und fügt hinzu: "Mit Rücksicht auf Vögel und andere Tiere werden diese Arbeiten im Winter ausgeführt.“ Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Denn der Lichtraum-Profilkneifer kann nur Stämme mit einer Dicke bis zu 35 Zentimeter durch kneifen. Dickere Stämme müssen von Hand mit der Motorsäge gefällt werden.

Anschließend werden die gefällte Stämme und das Astwerk beiseite geräumt und entsorgt. "Das Dickholz wird Brennholz, das Astholz kommt in die Verbrennungsanlage“, weiß Gary Zweering. Dann müssen die Wurzeln gerodet werden. Und erst danach kann es an die Gestaltung des Rad- und Wanderwegs gehen. Dieses neue Teilstück des Rheinischen Esels soll den Charakter einer Allee bekommen.   Dazu werden dann wieder 200 neue Bäume gepflanzt – größtenteils hochstämmige Arten wie Ahorne und Esskastanien, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Witten.

Wenn die Strecke frei ist, kann sie geebnet und asphaltiert werden. Das ist Sache des Tiefbauamtes, das auch für die Arbeiten an den Brücken zuständig ist. "Vier Brücken werden saniert, eine wird abgerissen“, so Alfons Kramer. Außerdem müssen für den neuen Streckenabschnitt noch neun Zuwege angelegt werden, und es werden an einigen Stellen, an denen Absturzgefahr besteht, Sicherungszäune benötigt.