Richard Sukuta-Pasu Alaaf!

Siegtor gegen den 1. FC Köln

Ungeschlagen in den Karneval - das war der Wunsch des 1. FC Köln vor dem Spiel beim VfL Bochum. Er ging nicht in Erfüllung. "Prinz" Sukuta-Pasu hatte etwas dagegen. Mit seinem dritten Saisontor sorgte er für die 0:1-Niederlage, die die Domstädter mit Fassung trugen.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 10.11.2013, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach seinem Siegtor in Cottbus sicherte Richard Sukuta-Pasu mit seinem Tor gegen den 1. FC Köln erneut drei Punkte.

Nach seinem Siegtor in Cottbus sicherte Richard Sukuta-Pasu mit seinem Tor gegen den 1. FC Köln erneut drei Punkte.

"Wir haben nicht alles abgerufen, deshalb konnten wir den Rückstand auch nicht mehr korrigieren", räumte Kölns Trainer Peter Stöger ein und meinte danach: "Vielleicht ist es auch nicht schlecht, dass wir jetzt wissen, wie sich eine Niederlage anfühlt."

Dieses Gefühl hatten Peter Neururer und der VfL vor einigen Wochen regelmäßig erleben müssen. "Da haben wir den Faden verloren, den wir dann mit dem 0:0 gegen Kaiserslautern wieder aufgenommen haben", beschrieb Bochums Trainer die Phasen mit wechselndem Erfolg.Disziplinierte Defensivleistung

Schlüssel zum Erfolg gegen den immer noch auf Platz eins stehenden 1. FC Köln war eine beeindruckend disziplinierte Defensivleistung. Die Gäste bekamen wenig Raum, um ihr Spiel aufzuziehen. Der VfL stand kompakt, ging engagiert in die Zweikämpfe und bügelte Fehler, die immer wieder in der Vorwärtsbewegung passierten, mit Leidenschaft aus.

"Wir hatten in diesem Spiel nichts zu verlieren. Das war ein psychologischer Vorteil für uns", freute sich VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter über den Auftritt seiner Mannschaft. "Dass wir jetzt drei Spiele nicht verloren haben, freut mich. Ich weiß es aber genauso einzuordnen, wie die fünf sieglosen Spiele davor."Nach Führung unter Druck

Nach der umjubelten Führung durch den wieder unermüdlich arbeitenden Richard Sukuta-Pasu gerieten die Bochumer noch einmal unter großen Druck. Köln legte noch einmal zu und drückte den VfL in seine Hälfte zurück. Den Bochumern blieb kaum Zeit zum Luftholen. Entlastungsangriffe fanden kaum noch statt. Und wenn, dann wurden sie nicht konsequent zuende gespielt. "In diesen Phasen sind wir nicht abgebrüht genug", kritisierte Peter Neururer, "spielen wir da konzentrierter, hätte der Sieg deutlicher ausfallen können."

In der Schlussphase, die um vier Nachspielminuten verlängert wurde, stand dem VfL auch das Glück zur Seite. Zunächst rettete Torhüter Andreas Luthe gegen Anthony Ujah (85.), zwei Minuten später traf Ujah den Pfosten. Der Schlusspfiff des souverän leitenden Unparteiischen Manuel Gräfe löste dann im Bochumer Lager kollektiven Jubel aus.

Felix Bastians, der im zweiten Abschnitt zu seinem zweiten Saisoneinsatz kam, lobte besonders Richard Sukuta-Pasu und Ken Ilsö: "Beide haben eine enorme Laufbereitschaft gezeigt. Aber für die Defensive hat heute jeder bei uns stark gearbeitet."

Ein mit 27 555 Zuschauern nahezu ausverkauftes rewirpowerSTADION brachte dem VfL Bochum eine Einnahme von knapp 400 000 Euro.