Riemker Damen fehlt die "Haftung"

Handball-Oberliga

Riemkes Trainer Guido Drescher hatte seine Mannschaft gewarnt, dass die Partie gegen das noch sieglose Schlusslicht DJK Coesfeld nicht zum Selbstläufer werden würde. Obwohl die Teutonia gewann, sollte er Recht behalten,

COESFELD

von Von Andrea Schröder

, 10.11.2013, 19:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steuerte sechs Tore zum Riemker Sieg bei: Maike Lehnen.

Steuerte sechs Tore zum Riemker Sieg bei: Maike Lehnen.

Denn die Teutonia-Damen taten sich gegen den Außenseiter schwer. Am Ende setzte sich mit der Teutonia dennoch die bessere Mannschaft durch und durfte einen hart erkämpften 35:31 (16:15)-Erfolg mit nach Bochum nehmen.

Personell in aktueller Bestbesetzung hatten die Riemkerinnen dennoch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. So fehlte ihnen die richtige "Haftung", weil in Coesfeld der Einsatz von Harz nicht erlaubt war. Ohne die Unterstützung des im Handball üblichen "Klebmittels" unterliefen den Riemkerinnen zahlreiche technische Fehler und Ballverluste, die den Coach ärgerten. "Ohne Haftmittel hatten wir unsere liebe Not. Aber die Fehlerquote muss minimiert werden, auch wenn wir ohne Harz spielen."

Überharte Gangart

Nicht einverstanden war Guido Drescher zudem mit der überharten Gangart der Gastgeberinnen, die von den Schiedsrichtern viel zu selten bestraft und unterbunden wurde. "Wir sind sehr oft in die Zange genommen worden, doch der Pfiff blieb aus", so die Kritik des Riemker Trainers. Und so stellte die Teutonia zwar das klar bessere Team, zeigte sich aber von der ruppigen Spielweise des Schlusslichtes sichtbar beeindruckt. Opfer der zahlreichen rüden Attacken war Silvia Klaile, die mit einer Oberschenkelverletzung bereits nach 15 Minuten ausschied.

Auf Tuchfühlung

So blieb Coesfeld in Schlagdistanz und lange Zeit auf Tuchfühlung. Letztlich waren die Riemkerinnen ein Stück cleverer, behielten die Ruhe und brachten den hart erarbeiteten Vier-Tore-Vorsprung sicher über die Zeit. "Coesfeld stand mit dem Rücken zur Wand und hat es uns richtig schwer gemacht, uns entscheidend abzusetzen. Aber wir sind nicht in Hektik geraten und am Ende mit einem blauen Auge davon gekommen", so Guido Drescher.

Teut. Riemke: Dietrich, Scheffler, Berens (5), Kaile, Rump, Ißleib (4), Wozniak (3), Sievers (5), Kottmann, Grzegorczyk (2), Niggemeyer (7), Lehnen (6), Güntner (4), Franz.