Riemker Herren werden für Aufholjagd nicht belohnt

Handball-Oberliga

Zur Pause hätte ein zorniger Timo Marcinowski mit "dickem Hals" am liebsten die Tasche gepackt und wäre nach Hause gefahren, am Ende zollte er seiner Mannschaft dann doch noch großes Lob.

HAGEN

von Von Andrea Schröder

, 15.12.2013 / Lesedauer: 3 min
Riemker Herren werden für Aufholjagd nicht belohnt

Teutonia-Trainer Timo Marcinowski verlor mit seinem Team bei Eintracht Hagen.

Doch unter dem Strich kam erneut nichts Zählbares heraus. Die Oberliga-Handballer des SV Teutonia Riemke verloren beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen II letztlich unglücklich mit 32:34 (11:17).

Die Riemker standen noch nicht richtig auf dem Spielfeld, da lagen sie 0:6 zurück. Ein Rückstand, den das Team dann gute 20 Minuten später auch mit in die Pause nahm. "In den ersten Minuten war die Mannschaft noch gar nicht wach und letztlich haben wir die komplette erste Hälfte verschlafen", kritisiert der Coach, der in der Kabine deutliche Worte fand. Eine Ansage, die das Team aber wohl verstanden hatte, denn im zweiten Spielabschnitt stand eine völlig verwandelte Mannschaft auf dem Spielfeld. Hoch motiviert, mit ganz anderer Körpersprache bewiesen die Riemker, dass "sie was reißen wollten".

Torwart Sven Erzfeld trumpfte mit 17 Paraden und seinen punktgenauen Pässen auf, im Angriff lastete die Verantwortung nicht mehr allein auf den Schultern von Mario Samija und Merlin Braithwaite - nahezu alle trugen sich in die Torschützenliste ein. "Ich hab den Jungs zur Pause gesagt, sie sollen endlich mal anfangen Handball zu spielen. Das haben sie dann auch getan", war Marcinowski nur mit der Zahl der Gegentreffer nicht zufrieden. "Wir müssen einfach unter 30 bleiben, um so ein Spiel für uns zu entscheiden."

Ausgleich in der Hand

Fast wären die Teutonen noch belohnt worden. Bis zum 32:33 waren sie in der Schlussminute herangekommen, dann hatte Richard Kramer den Ausgleich in der Hand. Doch sein Ball landete am Innenpfosten und sprang wieder heraus, im Gegenzug traf Hagen zum 34:32-Endstand und Riemke stand erneut mit leeren Händen da. "Es liegt letztlich es an der fehlenden Konstanz, dass wir diese Partie verloren haben. Wir leisten uns einfach immer wieder zu viele schlechte Phasen", so der Riemker Trainer.

Teut. Riemke: Erzfeld, Minzlaff; Kramer (3), Samija (7/2), Lüning (3), Weber (3), Krabusch (3), Müller (5), Braithwaite (4), Bouali (4/1), Al-Youssef, Wild, Driesel, Aufermann.