Riesiges Interesse an Neubaugebiet in Lücklemberg

Am Bergfeld

Am Bergfeld in Lücklemberg rollen seit Anfang Juni die Bagger. Die Stadt Dortmund führt Kanal- und Straßenbauarbeiten durch. Denn nach jahrelangem Streit und Änderungen sollen hier bald 51 freistehende Einfamilienhäuser entstehen. Das Interesse ist riesig. Zu einer wichtigen Frage macht die Stadt aber keine Angabe.

LÜCKLEMBERG

, 24.06.2017, 06:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Riesiges Interesse an Neubaugebiet in Lücklemberg

Auf dem Bergfeld in Lücklemberg sollen schon bald 51 Einfamilienhäuser entstehen. Dafür veräußert die Stadt Dortmund 29 Grundstücke.

51 Grundstücke umfasst das Areal des Bebauungsplanes Hom 242, auf dem nun bald 51 Eigenheime entstehen sollen. Und 29 dieser Grundstücke veräußert die Stadt Dortmund an Interessenten. Die 22 anderen befinden sich in Privatbesitz und im Besitz der evangelischen Kirche Wellinghofen. 

In acht Monaten sollen die Straßen- und Kanalbauarbeiten abgeschlossen sein. „Erst nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen können die Bauherren mit der Errichtung der Einfamilienhäuser beginnen“, teilt der Pressesprecher der Stadt Dortmund, Michael Meinders, auf Anfrage mit.

Zuletzt und zum wiederholten Mal war der Startschuss für den Bau von 2011 auf 2014 verschoben worden. Der Grund: Überreste oberflächennahen Bergbaus. Dazu teilte Meinders mit, dass nun entsprechende Sicherungsmaßnahmen durchgeführt würden. „Erst nach Abschluss dieser Sicherungsmaßnahmen konnten die Folgearbeiten (z.B. Ausschreibung Erschließung usw.) auf ‚den Weg gebracht‘ werden“, sagt Meinders.

"Das ist eine schöne Sache"

Doch auch Kritik von Bündnis 90/ Die Grünen, die die Zahl der versiegelten Flächen in Dortmund reduzieren wollten sowie ein so genanntes Umlegungsverfahren hatte in der Vergangenheit zu der Bauverzögerung beigetragen. Dass am Bergfeld aber jetzt endlich gebaut werden kann, freut die CDU- und SPD-Fraktionen der Bezirksvertretung (BV) Hombruch. Bezirksbürgermeister Hans Semmler: „Das ist eine schöne Sache, die wir in der Bezirksvertretung seit 12 Jahren verfolgen. Wir hatten schon ’zig Anwohnerversammlungen zu dem Thema.“

Hans-Jürgen Grotjahn von der CDU-Fraktion der BV Hombruch, merkt allerdings an, dass man die Anbindung des Neubaugebietes über die Straße Am Kramberg noch einmal überprüfen müsse. Dieser Vorschlag sei bereits 2007 durch den Landesbetrieb Straßen NRW verworfen worden. Andernfalls drohe eine übermäßige Belastung der näheren Umgebung durch den zusätzlichen Verkehr.

Susanne Lohse von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in der BV Hombruch teilte mit, dass die Partei den Bedarf an Wohnraum zwar sehe, hält aber an der Kritik der Zunahme versiegelter Flächen fest: „Was dies in Anbetracht zunehmender Starkregenergeignisse für die umliegenden Gebiete bedeutet, wird die Zukunft zeigen.“ Außerdem werde durch die Bebauung ein Freiraumzug unterbrochen sowie Pflanzen und Tieren ein Lebensraum und den Bürgern ein weiterer Erholungsraum genommen.

600 potenzielle Interessenten

Das Interesse an den 29 verbleibenden Grundstücken ist groß: „Aktuell gibt es zwar 600 potenzielle Interessenten für den Bereich. Im Laufe des Jahres werden diese angeschrieben, um zu ermitteln, wie viele es tatsächlich noch sind“, sagt Meinders. Erfahrungsgemäß seien dies am Ende stets bedeutend weniger. Zu der Frage, wie teuer diese Grundstücke sein werden, könne man aktuell noch keine Angaben machen, sagt Meinders.

Vor zwei Jahren hat die BV beschlossen, die drei im Baugebiet entstehenden Straßen drei ehemaligen Hombruchern zu widmen: dem Radsportler Emil Kiejewski, dem ehemaligen Boxeuropameister Heinz Neuhaus und dem ehemaligen Zoodirektor Dr. Wolf Bartmann. 

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