RKI-Chef Wieler: Abriegelung von Corona-Risikogebieten möglich

Tabu-Zonen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, schließt nicht aus, dass Risikogebiete in Deutschland abgeriegelt werden könnten. Lothar Wieler warnt sonst vor bis zu 10.000 Neuinfektionen pro Tag.

Bonn, Berlin

16.10.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht in der Abriegelung von Risikogebieten eine geeignete Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus.

Der Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht in der Abriegelung von Risikogebieten eine geeignete Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus. © picture alliance/dpa

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus. „Vor neun Monaten habe ich in einem ähnlichen Interview gesagt, dass ich mir das nicht vorstellen kann. Inzwischen kann ich mir vorstellen, dass solche Maßnahmen durchgeführt würden“, sagte Wieler am Donnerstag dem Fernsehsender Phoenix. Zuvor hatte sein Institut den Rekordwert von 6638 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet.

Wieler befürwortet auch Beherbergungsverbote

„Wenn die Maßnahmen nicht verschärft werden, werden die Infektionszahlen weiter hochgehen“, warnte der RKI-Chef und nannte eine Zahl von bis zu 10.000 Neuinfektionen täglich.

Vor diesem Hintergrund warb er auch für die umstrittenen Beherbergungsverbote zur Einschränkung der Reiseaktivität: „Mobilität ist einer der Treiber dieser Pandemie.“

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