Rohbau der neuen Moschee ist fast fertig

Breite Straße

Da, wo früher ein schmuckloser Backsteinbau der bosnischen Gemeinde als Gebetshaus diente, entsteht seit dem Sommer eine neue Moschee. Der Rohbau ist so gut wie fertig. Fleißige Hände konstruieren gerade die Verschalung für die Kuppel - und sparen durch persönlichen Einsatz viel Geld.

INNENSTADT

von Von Barbara Zabka

, 15.11.2013, 20:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Neubau der bosnischen Moschee an der Breite Straße wächst zügig in die Höhe. Deitlich ist mit den Rundbogen-Fenstern eine markante Architektur zu erkennen.
Foto: Barbara Zabka

Der Neubau der bosnischen Moschee an der Breite Straße wächst zügig in die Höhe. Deitlich ist mit den Rundbogen-Fenstern eine markante Architektur zu erkennen. Foto: Barbara Zabka

Der versierte Diplom-Bauingenieur ist jeden Tag nach Feierabend auf „seiner“ Baustelle. Samstags ist immer Großeinsatz. Dann arbeiten manchmal 30 Mann an der Breite Straße 5. Fast alle Arbeiten am Bau erledigen die Bosnier in Eigenarbeit. „So können wir eine Menge Geld sparen. Und müssen nicht an unsere eiserne Reserve“, erzählt Sprecher Armin Suceska. „Aber ohne unseren Refik wäre unser gesamtes Projekt undenkbar.“

Ende November – so hofft die Gemeinde – ist der Rohbau beendet. „Dann ist das Gebäude winterfest. Und die anderen Gewerke können ran“, so Suceska weiter. Der große Gebetsraum soll im kommenden Sommer fertig sein. „Unser Ziel zum nächsten Ramadan im Juli 2014. Vielleicht aber auch schon zur Weltmeisterschaft“, sinniert Armin Suceska.Die neue Moschee bietet Platz für rund 100 Gläubige. Im großen Gebetsraum befindet sich eine Art Empore, wo künftig die Frauen beten werden. „Das ist bei uns so Tradition, dass wir zwar getrennt, aber doch in einem Raum beten“, erklärt Armin Suceska. Der Gebetsraum ist streng nach Mekka ausgerichtet. Das hat ein Vermesser exakt ausgerechnet. Eine teilverglaste Kuppel sorgt dafür, dass der Raum hell und lichtdurchflutet ist.

Die Spitze der Kuppel hat eine Höhe von etwa zwölf Metern und ist der höchste Punkt des Bauwerks. Das angegliederte Minarett besteht aus einer schlanken, schlichten Stahlkonstruktion. Markant an der neuen Moschee sind die sieben hohen Rundbogenfenster. Ansonsten wird sich der Neubau nicht in den Vordergrund drängen. Weiß angestrichen – lässt er die düstere Zeit des alten Backsteingebäudes neben dem Bahndamm schnell vergessen. Und durch tatkräftige Muskelhypothek hat die Gemeinde dann manchen Euro gespart.

Schlagworte: