Romane vom anderen Ende der Welt

Gastland Neusseland

Seit 1988 begrüßt die Buchmesse jedes Jahr einen Ehrengast. Nun fiel die Wahl auf Neuseeland. „Das Land der langen weißen Wolke“, wie die Maori (Foto) ihre Heimat nennen, schickt 67 Autoren und 100 Künstler, die in Hessen Literatur, Kultur und Kunst präsentieren – die der Ureinwohner und der Einwanderer.

FRANKFURT

von Von Jana Hannemann

, 11.09.2012, 19:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Geschichte der Maori interessiert die Autoren in Neuseeland.

Die Geschichte der Maori interessiert die Autoren in Neuseeland.

Natürlich gibt es viele Koch- und Reisebücher oder Fotobände über Neuseeland und seine Kultur zu entdecken. Vor allem die Geschichte der Maori interessiert die Leser. Nach Angaben des Buchhändlerverbandes Booksellers stammen auch die vier erfolgreichsten neuseeländischen Romane von zwei Maori-Autoren: Witi Ihimaera, der 1973 als erster Maori einen Roman veröffentlichte, und Alan Duff. Beide kennt man in Deutschland eher aus dem Kino, sie schrieben die Vorlagen für „Whale Rider“ und „Die letzte Kriegerin“.

Mit den Geschichten der Maoris beschäftigen sich auch andere Autoren. Peter Walker in dem Werk „Der junge William Fox“, das die wahre Geschichte eines Ureinwohner-Kindes, das von Briten entführt wird, erzählt. Oder „Rangatira“ von Paula Morris, in dem Maori-Anführer 1863 nach England reisen. Beliebt bei den neuseeländischen Lesern sind vor allem Krimis. Auch hierzulande bekannt sind Paddy Richardson („Komm, spiel mit mir“) oder Paul Cleave („Das Haus des Todes“). Bekannt sind die großen Autoren Neuseelands Janet Frame (1924-2004) und Keri Hulme. Frame vor allem aus der Verfilmung ihrer Autobiografie „Ein Engel an meiner Tafel“. Mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde Hulme für „Unter dem Tagmond“. Lohnenswert ist die Lektüre ihrer Werke.