Ronja Räubertochter im Zauberwald

Kinderoper

Ronja Räubertochter, die jugendliche Heldin von Astrid Lindgren, hat schon mehrfach die Theaterbühne erobert, zweimal auch als Musical. Textdichter Holger Potocki und Komponist Jörn Arnecke haben jetzt eine Familienoper daraus gemacht. Gestern im Theater Duisburg uraufgeführt, ist sie im Frühjahr 2016 im Theater Dortmund zu erleben.

DUISBURG

, 26.02.2015, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ronja Räubertochter im Zauberwald

Maria Kataeva (Ronja) bei den Rumpelwichten.

Der Clou der Produktion ist der magische, von Tatjana Ivschina auf die Bühne gezauberte nordische Märchenwald, der im Verlauf der Inszenierung die vier Jahreszeiten durchmisst.

Wer würde nicht gern mit der sympathischen Ronja (Maria Kataeva) auf Entdeckungstour gehen? Und dann trifft sie dort auch Birk (Heidi Elisabeth Meier), den wie sie frei herumstreifenden Räuberjungen.  

Wie Geschwister

Die Zwei werden zwar kein Liebespärchen, sind aber wie Geschwister. Der Gedanke an Hänsel und Gretel liegt nicht fern, auch der an Humperdincks Märchenoper nicht. Denn auch Jörn Arnecke lässt sein junges Gespann von zwei jungen Frauen singen.

Paukenwirbel als Gewitter, impressionistische Streicher, Flöten-Gezwitscher: Arneckes „Ronja“-Musik ist nicht wirklich inspiriert oder einfallsreich. Statt Ohrwürmern gibt es den ruppigen Räuberchor und das sentimentale Wolfslied als Leitmotive.

Stimmungswechsel

Schlechtes Timing bewirkt, dass der Spannungsbogen gegen Ende durch jähe Stimmungswechsel mehrfach reißt, was prompt für Unruhe im jugendlichen Publikum sorgt.

Ermüdend wirken sich zudem Textwiederholungen wie der Ausruf „Scher dich zum Donnerdrummel“ oder die penetrante Beschimpfung als „Hosenschisser“ aus. Gesungen und gespielt wird in Duisburg auf hohem Niveau.  Klaus Stübler

Termine für Familien: 28. 2. und 1.3.; Karten: Tel. (02 03) 940 77 77.
 

Lesen Sie jetzt