Rosenkrieg mit kleinen und großen Biestern

Neu im Kino

Rosenkrieg. Ein Paar will getrennte Wege gehen, streitet aber nicht um die Kinder, sondern will sie dem Ex-Partner aufhalsen. Der Nachwuchs wird gemobbt, um ihn nicht an der Backe zu haben.

12.07.2015, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rosenkrieg mit kleinen und großen Biestern

Die drei Kinder fallen aus allen Wolken als Mama und Papa ihnen eröffnen, dass sie sich trennen.

Unter dieser Prämisse lässt sich die französische Komödie "Mama gegen Papa" viel erfrischender an als zuletzt das fade US-Familien-Dramolett "Die Coopers". Der Film von Martin Bourboulon greift zwar ins Groteske aus, die Klamotte bleibt aber außen vor.

Kinder vergraulen jede Nanny

Vincent (Laurent Lafitte) arbeitet als Arzt, seine Frau Florence (Marina Fois) als Ingenieurin. Beruflich sind sie schwer eingespannt, während eine Nanny ihre drei Sprösslinge hütet. Noch haben die Satansbraten jede Kinderfrau vergrault. Mit der Scheidung bekommen die kleinen Biester nun, die Gemeinheit großer Biester zu schmecken.

Vor einer Anwältin waschen Vincent und Florence ihre schmutzige Wäsche, der Ton wird schärfer. "Du willst Krieg? Du bekommst ihn!"

Nachwuchs als Manövriermasse

Der Nachwuchs wird zur Manövriermasse in dieser Auseinandersetzung. Soll der andere sich kümmern, ich habe Besseres vor!

Die Kinder entscheiden, zu wem sie wollen. Papa tut alles, um sich als Hurenbock zu profilieren. Dem Ältesten erzählt er Sexgeschichten, die Tochter schleift er in ein Striplokal. Als neues Heim präsentiert er den drei Kindern eine Bruchbude im Verkehrslärm.

Peinliche Sprüche

Mama kontert, indem sie einen Idioten als Stiefvater vorstellt. Auf einer Fete piesackt sie die Tochter mit peinlichen Sprüchen. Gags wie in einer besseren Sitcom.

Das hat Schwung und Leichtigkeit, unterläuft jede politische Korrektheit und unterhält mit Ideen, die man nicht im Voraus wittert. Und die Darsteller wahren einen heiligen Ernst, der die Sache noch lustiger macht.

 

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