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Rottstr5-Theater sucht Produktionspaten

Finanz-Sorgen

2012 war für das Rottstr5-Theater das bislang erfolgreichste Jahr. Doch Hans Dreher aus dem Leitungsteam des freien Theaters sagt: "Wir starten jetzt bei Null". Das gilt nicht für die künstlerische Anerkennung oder für die Zuschauerzahlen, die langsam, aber stetig steigen. Sorgen machen die Finanzen.

BOCHUM

von von Ronny von Wangenheim

, 18.01.2013
Rottstr5-Theater sucht Produktionspaten

Martin Brettschneider, hier als Werther, wird demnächst Caligula spielen.

Zwar gibt es inzwischen eine institutionelle Förderung durch die Stadt in Höhe von 20 000 Euro. Doch die Sparkassen-Stiftung darf satzungsgemäß nicht mehr fördern, vom Land ist im Gegensatz zu 2012 erst einmal auch keine Projektförderung zu erwarten. Mit den Stadtwerken war ein Vertrag zur Förderung des Kinder-Ensembles Truffaldino unterschriftsreif. Der liegt aber nach den Ereignissen rund um Sascha Hellen erst einmal auf Eis.

Selbst ausgebeutet

"Wir haben uns so weit professionalisiert und so weit selbst ausgebeutet", sagt Hans Dreher. Mehr geht nicht. "Um das künstlerische Niveau zu halten, müssen wir an der Unterkante des branchenüblichen vergüten." Deshalb werden jetzt für Produktionen Paten gesucht.

Das gilt schon für die nächsten Produktionen. "Elektra" nach Hugo von Hoffmannsthal in der Inszenierung von Kerstin Krug hat am 18. Februar Premiere. Ende März gibt Alexander Ritter sein Theaterregie-Debüt mit "Einmal noch Marseille" nach dem Roman von Björn Kern. Das Leitungsteam mit Hans Dreher und Oliver Thomas wird erst später im Jahr inszenieren. "Wir sind damit beschäftigt, jeden erdenklichen Antrag der Welt zu stellen", begründet Dreher.

Mit Haus identifizieren "Eine Produktionspatenschaft ist ab einer Spende von 250 Euro möglich." Paten können Proben besuchen und das Team im Arbeitsprozess kennenlernen. Dreher hofft, dass sich die Paten so mit dem Haus identifizieren.

Für den Sommer plant das Rottstr5-Theater eine Rom-Trilogie, die sich anhand von Julius Cäsar, Caligula und Nero mit Aufstieg, Verfall und Fall des Stadtstaats Roms befassen wird. Bei "Caligula" gibt Marco Massafra, Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses, sein Regiedebüt. Martin Bretschneider ("Werther") übernimmt die Titelrolle.

Produktionspaten, die ab 250 Euro spenden, erhalten zwei Premierenkarten, Vorkaufsrecht auf weitere Karten und können die Endproben besuchen. Bei einer Spende ab 500 Euro ist nach Absprache eine exklusive Aufführung für den Paten und seine Gäste möglich. Auf Wunsch gehören die Nennung des Paten in Programmheft, Plakaten und Produktionspostkarten zum Paket. Paten können sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen werden. Interessenten wenden sich an den Pressesprecher Honke Rambow, Tel. (0173) 29 50 492, rambow@rott str5-theater.de.