Routinier Samija nervenstark

Handball-Oberliga

Erleichterung und Ungläubigkeit war in den Gesichtern der Riemker Spieler nach dem Schlusspfiff einer denkwürdigen Partie zu lesen - Erleichterung über den existenziell wichtigen 31:30 (14:13)-Sieg im Kellerduell gegen Oberliga-Schlusslicht TSV Hahlen.

RIEMKE

von Von Andrea Schröder

, 13.11.2011, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marijo Samija erlöste Riemkes Herren mit zwei Treffern in der Schlussphase.

Marijo Samija erlöste Riemkes Herren mit zwei Treffern in der Schlussphase.

Ungläubigkeit aber über eine Schlussphase, in der man einen sicher geglaubten Sieg noch fast aus der Hand gegeben hätte. Und so musste man die 60 Minuten erst einmal sacken lassen, ehe sich die Freude über den Erfolg so richtig einstellte.

Dabei begann die Begegnung gegen die noch punktlosen Gäste, die sich am Tag vor dem Spiel noch von ihrem Trainer getrennt hatten, durchaus nach Wunsch der Teutonia. Schnell zog man auf 4:2 und 6:3 davon, verpasste es aber in den nächsten Angriffen, die Führung weiter auszubauen. Stattdessen brachte man durch vergebene Chancen und leichte Fehler die Gäste zurück ins Spiel. Die ließen sich nicht lange bitten und drehten die Partie mit einer Fünferserie zur 8:6-Führung um. Bis zum 13:11 hatte der Hahlener Vorsprung Bestand, ehe sich die Riemker mit drei Treffern in Folge doch noch eine 14:13-Halbzeitführung erarbeiteten.Spiel kontrolliert Die Teutonia setzte zu Beginn der zweiten Hälfte nach, zog auf 17:13 davon und kontrollierte fortan das Spiel. Positiv vor allem, dass endlich auch das Rückraumtrio Bekston, Lüning und Samija im Gleichklang traf und es auf insgesamt 18 Treffer brachte. Nach 53 Minuten mochten sich die Riemker angesichts einer 28:21-Führung beruhigt zurücklegen. Doch plötzlich war es vorbei mit aller Souveränität.Hektik pur Die Teutonia verfiel in Hektik, schloss ihre Angriffe viel zu überhastet ab, leistete sich zahlreiche Ballverluste und wurde dafür konsequent bestraft. Durch Zeitstrafen dezimiert - teilweise spielten die Riemker in doppelter Unterzahl - und durch die offene Manndeckung der Gäste zusätzlich irritiert, spielten die Riemker "Harakiri-Handball". Sechs Gegentore innerhalb von sechs Minuten bedeuten den Anschluss zum 27:29. Dass die Riemker nicht doch noch mit leeren Händen dastanden, wusste ein nervenstarker Marijo Samija zu verhindern. Ihm gelangen mit dem 30:27 und dem 31:29 die beiden letzten und entscheidenden Riemker Treffer des Spiels. Teut. Riemke: Zidorn, Erzfeld; Driesel (3), Bekston (6), Eisberg (2), Geukes (3), Lüning (5), Samija (7), Auffenberg (3), Braun (2), Schröder, Al-Youssef, Barth, Speckamp, Stöckmann.