RUB: Latein-Studenten sollen Gebühren erstattet bekommen

Studiengebühren

BOCHUM Studierende des Studiengangs Latein im Master of Education (M.Ed.) an der Ruhr-Universität könnten die ersten sein, die ihre Studiengebühren wegen Mängeln im Lehrbetrieb zurückgezahlt bekommen. Das teilten gestern die Studierenden im Prüfungsgremium mit. Grund sind Mängel bei der Abschlussprüfung.

von Von Nina Vogt

, 15.07.2009, 16:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Einzelgesprächen mit Fachschaftsrat, Ehemaligen und Lehrstuhl kam man zu dem Schluss, dass vielfältige Probleme vorliegen: Studienzeitverlängernd wirkten sich laut der Studierenden im Gremium besonders eine unangemessene Berechnung des Arbeitsaufwandes und das Fehlen eines Textkorpus für die Prüfung aus. Das Textkorpus enthält Namen und Werke der Autoren, die Prüfungsgegenstand sein können. Ein Universitätssprecher bestätigte den Sachverhalt. Das Prüfungsgremium hat nun eine Empfehlung ausgesprochen: Betroffene Studierende sollen die Möglichkeit haben, einen Antrag auf Gebührenerstattung für die Anzahl der nicht selbst verschuldeten zusätzlichen Semester zu stellen.

Folgende Studierende sollen demnach befreiungsberechtigt sein: Studierende des M.Ed.-Studiengangs Latein, die in den Semestern seit Einführung der Studiengebühren im Sommersemester 2007 bis einschließlich Wintersemester 2008/2009 im mindestens sechsten Fachsemester waren und eigentlich hätten zum Abschluss des Masters kommen sollen, aber an der Hürde der Abschlussprüfung gescheitert sind. Betroffene müssen die Erstattung persönlich beantragen. Das Prüfungsgremium erwartet in der Rektoratsbesprechung am Donnerstag eine Bestätigung der Empfehlung durch das Rektorat.    Mittlerweile wurde im Studiengang nachgebessert: Seit April gibt es ein Textkorpus und ein Repetitorium wurde für die Zeit vor den Nachschreibklausuren eingerichtet.