Ruhr-Musikschulen gründen ein Netzwerk

Im Dortmunder U-Turm

Alle 35 Musikschulen der öffentlichen Hand im Ruhrgebiet arbeiten unter ähnlichen Rahmenbedingungen. Da lag es nahe, auch gemeinsame Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Um künftig enger zusammenzuarbeiten, haben die Schulleiter jetzt im Dortmunder U ein Netzwerk gegründet.

Dortmund

, 14.11.2017 / Lesedauer: 2 min
Ruhr-Musikschulen gründen ein Netzwerk

Manfred Grunenberg ist der Sprecher des neuen Netzwerkes. Foto: Schaper © digital

Neben der Benennung eines offiziellen Sprechers – die Wahl fiel auf den Leiter der Musikschule Bochum, Manfred Grunenberg – standen bei der Gründungsveranstaltunge einige Präsentationen und Kurz-Vorträge rund um das Thema „Digitalisierung“ auf der Tagesordnung. Denn diesbezüglich dürfe man „auf keinen Fall den Anschluss verpassen“, betonte die Leiterin der Musikschule Duisburg, Johanna Schie.

Apps kann man im Unterricht einsetzen



Daher setze man auch auf alle Facetten, die die Neuen Medien bieten. Das beziehe sich auf die administrative Ebene, aber auch auf die praktische. „Wir streben mittelfristig eine komplett papierfreie Kommunikation an“, erklärte Volker Gerland von der Musikschule Dortmund. „Sowohl intern als auch mit unseren Kunden.“

Vor allem sollen aber für den Unterricht selbst alle digitalen Möglichkeiten genutzt werden. So werden künftig Apps eingesetzt, mit deren Hilfe die Schüler ein Instrument lernen können. Aber auch Musikunterricht via Internet will man verstärkt anbieten. Zum einen könne man damit auch Menschen erreichen, die – etwa aus gesundheitlichen Gründen – nicht am normalen Unterricht teilnehmen können, zum anderen könne man nur so den jungen Menschen und deren Erwartungen an moderne Formen der Wissensvermittlung Rechnung tragen.

Mehr Einsatz in sozialen Netzwerken

Als weitere Baustelle, auf der sie tätig werden müssen, haben die Musikschulleiter die sozialen Netzwerke ausgemacht, sagt Volker Gerland: „Wir müssen dort eine größere Präsenz zeigen und so unseren Kunden die Möglichkeit zu mehr Interaktion bieten.“