Ruhrtriennale hat Gluck auf der Bühne und Pech mit dem Verkehr

Festival ab 12. August 2016

Die Ruhrtriennale startet in der nächsten Woche - und hat Glück mit dem Kartenvorverkauf. Zwei Drittel der Tickets sind schon weg. Pech hat das Festival dagegen mit dem Verkehr. Am großen Eröffnungswochenende rund um die Jahrhunderthalle Bochum vom 12. bis 14. August 2016 ist die A 40 in Richtung Essen zwischen dem Kreuz Bochum und dem Autobahndreieck Bochum-West gesperrt.

BOCHUM

, 03.08.2016, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das bedeutet: Nur die Anreise aus dem Westen des Reviers (Essen, Dorsten, Haltern) wird problemlos möglich sein. Aus dem Osten - etwa aus Dortmund - könnte die Fahrt ihre Tücken haben. Grund ist die Erneuerung der Fahrbahndecke. Besucher sollten rechtzeitig anreisen.

Probleme in dem Sommerferien

"Immer haben wir das Problem mit den Bauarbeiten in den Ferien", seufzte am Mittwoch Dramaturgin Dorothea Neweling. "Wir werden auf unserer Website Empfehlungen geben, wie man zur Jahrhunderthalle kommt." Zusätzlich soll ausgerechnet an dem Tag, an dem die "Urban Prayers"-Veranstaltung des Festivals zum Thema Religion am 28. August im Hindutempel Hamm stattfindet, die entsprechende Ausfahrt der A 2 gesperrt sein. "Vielleicht werden die Arbeiten früher fertig" , hofft Neweling.

Nichtsdestotrotz freuen sich Intendant Johan Simons und sein Team auf 200 Veranstaltungen bis zum 24. September. Zwei Drittel der 50360 Tickets sind verkauft. "Es gibt aber für alle 40 Produktionen noch Karten", betonte Lukas Crepaz, Geschäftsführer der Kultur Ruhr GmbH.

Oper "Alceste" war 1767 kompromisslos modern

Vor allem durch die Eröffnungspremiere "Alceste" soll der Geist der Aufklärung wehen. Christoph Willibald Gluck erzählt darin die Geschichte einer Frau, die sich für ihren Mann opfern will. Die Oper sei in der italienischen Fassung von 1767 für ihre Zeit kompromisslos modern gewesen. "Keine kilometerlangen Koloraturen", versprach der prominente Dirigent René Jacobs. Da konnte Johan Simons als Regisseur nur noch sagen: "Glückauf mit Gluck".

Begehrt im Vorverkauf sind außerdem Bachs "Messe in h-moll" (12./13.9 in Bochum) unter Leitung von Philippe Herreweghe, das Stück "nicht schlafen" des Star-Choreografen Alain Platel (ab 1.9. in Bochum) und die Musiknacht "Ritournelle" am Eröffnungswochenende.