Ruhrverband setzt weiter auf Rotfeder-Fische

Wasserpflanzen-Bekämpfung

Einen verbissenen Kampf – im wahren Wortsinn– führt der Ruhrverband seit fünf Jahren gegen die wuchernde Wasserpflanze Elodea in den oberen Ruhrstausee. Als „Waffe“ werden Rotfedern eingesetzt, eine heimische Weißfisch-Art mit Hang zum Grünfutter. Allerdings ist es ein Kampf David gegen Goliath.

HERBEDE

05.05.2014 / Lesedauer: 3 min
Ruhrverband setzt weiter auf Rotfeder-Fische

Das Mähboot "Manati" vom Ruhrverband ist auf dem Kemnader See unterwegs, um die Elodea /Wasserpest zu schneiden.

Eine Probe-Befischung vor zwei Jahren habe gezeigt, dass die Fische sich reproduzieren und sich den Verhältnissen im Kemnader See gut anpassen können. Sie sind im Schnitt rund 20 Zentimeter lang und 110 Gramm schwer. Problematisch werde die Situation jedoch, wenn es einen milden Winter gegeben hat, so wie den gerade überstandenen. „Durch die Kälte wird die Elodea gestresst, und nach der Schneeschmelze mit einhergehendem Hochwasser werden die Altbestände der Pflanzen ausgedünnt. Das ist in diesem Jahr aber nicht der Fall“, so Markus Rüdel. Daher müsse man sich in diesem Jahr auf eine verstärkte Ausbreitung der Alge einstellen. Ob das so sein muss, bezweifelt Wilfried Perner, Geschäftsführer des Freizeitzentrums Kemnade.

Er hat in den vergangenen Jahren keine festen Parameter feststellen können, nach denen sich die Elodea vermehrt ausbreitet oder nicht. „Ob kalte oder warme Winter, irgendwie ist die Pflanze immer da, aber nicht unbedingt explosionsartig“, so Perner. Ohnehin werde die Pflanze einmal jährlich mit dem Mähboot reduziert. Negative Auswirkungen haben die Elodea nur dem Regatta-Betrieb beschert. Weil hierfür breitere, Pflanzen freie Schneisen, benötigt werden, habe sich die Zahl der Regatten von anfänglich zwölf auf fünf reduziert. „Aber auf das übrige Verleihgeschäft von Booten hat der Pflanzenbewuchs keinerlei Auswirkung“, so Perner.

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