RWE zum Braunkohletagebau: Bagger verschonen einen Ort - Hambacher Forst wird keine Insel

Energiewende

Der Energiekonzern RWE hat sich zum Erhalt des Hambacher Forstes geäußert - und den beiden letzten Orten am Braunkohletagebau. Eine der beiden Orte bleibt jetzt doch erhalten.

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20.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
RWE zum Braunkohletagebau: Bagger verschonen einen Ort - Hambacher Forst wird keine Insel

Der Tagebau Hambach ist schon nahe an das Dorf Morschenich herangerückt. Die meisten Bewohner haben ihre Häuser bereits verlassen. © picture alliance/dpa

Der Energiekonzern RWE will nun doch nur einen der beiden verbliebenen Orte am Braunkohletagebau Hambach abbaggern. Die aktuellen Planungen des Unternehmens gingen davon aus, „dass die Ortslage Morschenich (alt) nicht bergbaulich in Anspruch genommen werden muss“, teilte RWE am Montag mit. Eine abschließende Entscheidung werde im Rahmen der erforderlichen Genehmigungsverfahren erfolgen.

Kehrtwende

Konzernchef Rolf Martin Schmitz hatte in der vergangenen Woche gesagt, RWE gehe davon aus, dass die zu beiden Seiten des Tagebaus gelegenen Dörfer Morschenich und Manheim weiterhin abgebaggert werden müssten.

Umweltschützer hatten deshalb befürchtet, RWE könnte um den Wald herumbaggern und ihn in eine Halb-Insellage bringen, die letztlich seine weitere Existenz in Frage stelle. Dem widersprach der Konzern: „Die Überlegungen von RWE sehen für den Hambacher Forst keine Insellage vor.“

dpa