Saarbrücken: Fast 200 tote Katzen in Müllsäcken in Gartenlaube entdeckt

Verwahrloste Tiere

Am Sonntag machte ein Spaziergänger in Saarbrücken einen fürchterlichen Fund. Rund 50 Müllsäcke mit Katzenkadavern und einige „kläglich schreiende“ Katzen hat die Polizei dort vorgefunden.

08.03.2021, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund 200 tote Katzen wurden in Saarbrücken entdeckt - rund um die Gartenlaube fing die Polizei 32 weitere Katzen ein.

Rund 200 tote Katzen wurden in Saarbrücken entdeckt - rund um die Gartenlaube fing die Polizei 32 weitere Katzen ein. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild (symbolbild)

Dutzende tote und verwahrloste Katzen sind in einer Gartenlaube in Saarbrücken entdeckt worden. In dem Gebäude fanden sich unter anderem rund 150 bis 200 Tierkadaver in Müllsäcken, wie die Polizei in Saarbrücken am Montag mitteilte. Zudem seien auf dem „völlig vermüllten Grundstück“ um das Gartenhaus bislang 32 verwahrloste Katzen eingefangen und ins Tierheim gebracht worden. Gegen die 73 Jahre alte Inhaberin der Gartenlaube wurden mehrere Strafanzeigen nach dem Tierschutzgesetz gestellt, hieß es. Die Ermittlungen dauerten an.

Klägliches Katzengeschrei und starker Verwesungsgeruch

Ein Zeuge, der auf der Suche nach sogenannten „Lost Places“ war, hatte am Sonntag die Polizei und den Tiernotruf alarmiert, nachdem sein Hund auf das Grundstück gelaufen war. Der Hundebesitzer habe aus dem Haus „ein klägliches Schreien mehrere Katzen“ gehört, teilte die Polizei weiter mit. Zudem habe er einen „starken Verwesungsgeruch“ wahrgenommen. Das Gebäude sei von der Berufsfeuerwehr gewaltsam geöffnet worden.

Die Entsorgung der Tierkadaver gestaltete sich am Sonntag derart umfangreich, dass sie am Montag fortgesetzt werden sollte, hieß es. Das zuständige Landesamt für Verbraucherschutz sowie weitere Mitarbeiter des Saarbrücker Tierheims wurden informiert.

RND/dpa

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