Salafist plant Moschee in Bochum

Bin-Laden-Leibwächter

Der Fall des einstigen Bin-Laden-Leibwächters sorgt weiter für Aufsehen: Laut einem Zeitungsbericht soll er nahe der Bochumer Jahrhunderthalle einen Gebetsraum eingerichtet haben. Laut Verfassungsschutz kam der Hinweis darauf von einer Anwohnerin.

Bochum/Düsseldorf

von dpa

, 18.08.2012, 13:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ehemalige Leibwächter Bin Ladens sorgt weiter für Unruhe in Bochum.

Der ehemalige Leibwächter Bin Ladens sorgt weiter für Unruhe in Bochum.

Einen Sprecher der Bochumer Polizei zitierte die „WAZ“ mit der Aussage, die Ermittler hätten seit Anfang August Hinweise, dass in der Nähe der Bochumer Jahrhunderthalle „eine religiöse Einrichtung respektive eine Begegnungsstätte geschaffen wurde“. Laut Artikel sind die Räumlichkeiten zwar noch nicht umgebaut, gebetet werde dort aber schon seit Monaten. Der Fall des Tunesiers Sami A., der sich bisher anscheinend weitgehend ungestört in Bochum bewegen konnte, sorgt seit Anfang August durch Medienberichte für Aufsehen. Die Bundesanwaltschaft hatte bereits 2006 Ermittlungen gegen den einstigen Angehörigen der Leibgarde des inzwischen getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden eingeleitet. Es ging um den Anfangsverdacht, der Salafist könne Mitglied in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sein. Das Verfahren war aber schon ein Jahr später eingestellt worden. „Wir halten Sami A. für gefährlich“, betonte Verfassungsschutz-Chef Freier. „Er ist im Visier der Sicherheitsbehörden.“ Seit einer Anordnung der Ausländerbehörde der Stadt Bochum aus dem Jahr 2006 sei der Tunesier verpflichtet, sich einmal täglich bei der Polizei zu melden. „Außerdem entscheidet demnächst das Oberverwaltungsgericht in Münster über die Ausweisung des extremistischen Salafisten.“