Sammlung fürs Hohensteiner Tiergehege: Eicheln sind rar

ANNEN Um ihr Taschengeld aufzubessern, sammeln Kinder in jedem Jahr Eicheln. Stadtförster Klaus Peter kauft sie ihnen ab, um damit im Winter die Tiere auf dem Hohenstein zu füttern. Doch am Freitag war das Ergebnis bescheiden.

von Von Lisa Timm

, 10.10.2008, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Die Eicheln haben die beiden zusammen mit einem Freund in Bommern gesammelt", sagt Mutter Christina. "Aber weil der in den Urlaub fuhr, habe ich den schon im voraus ausbezahlt", lächelt sie und schaut sich um. "Sonst ist das hier immer voll gewesen. Vor zwei Jahren kamen die sogar mit Anhängern vorgefahren", staunt sie über zügige Abfertigung durch Förster Peter. Kein Schlangestehen wie in den Vorjahren.Bisher erst 600 Kilo gesammelt

"Ja, heute ist wirklich nicht viel los" , meint Klaus Peter und überlegt laut, ob er nicht noch einen weiteren Abgabe-Termin anberaumen soll. "Tausend Kilo für die Winterfütterung sollten es schon sein. Bislang sind es erst 600 Kilo."Falsche Fütterung

Mit den Eicheln werden die Wildschweine und das Damwild im Gehege auf dem Hohenstein gefüttert. "Damit die Tiere was Gescheites bekommen", so Klaus Peter. Denn neben Heu, Obst- und Gemüseresten der Wittener Tafel und Futter aus den Automaten sind unter den Hohenstein-Besuchern solche, die die Tiere mit Spaghetti füttern. "Das bringt die Tiere zwar nicht um, aber in größeren Mengen könnte das einen Blähbauch verursachen. Und das muss ja nicht sein", so der Förster.Acht Euro für Leon und Luis

Und kann sogleich die nächste Fuhre von Familie Pokriefke entgegen nehmen. Die Brüder Leon und Louis haben zusammen mit den Eltern erstaunliche zwei Kisten Eicheln gesammelt. Acht Euro dürfen sich die Brüder dafür einstecken, was Leon dem Förster gerne quittiert. Der wiederum freut sich über seine nächsten Gäste Luca, Jule und Linus mit den Eltern Stephan und Kathrin Raback. Sie liefern den Inhalt zweiter Plastiktüten ab, was genau zehn Kilo ausmacht.

"Tja, viel mehr wird es heute wohl nicht", meint Förster Peter. Und er denkt inzwischen ernsthaft darüber nach, einen zweiten Annahme-Termin kurzfristig anzuberaumen.