Sauer und Wollny beeindrucken in der Christuskirche

Jazz-Konzert war Ohrenschmaus

Mal düster und mysteriös, mal geradezu sphärisch und verträumt – das Konzert von Heinz Sauer und Michael Wollny am vergangenen Sonntagnachmittag in der Christuskirche hielt für Jazzfans einen wahren Ohrenschmaus bereit.

BOCHUM

von von Benjamin Hahn

, 07.01.2013, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 80-jährige Heinz Sauer zeigte sich als Virtuose am Saxofon.

Der 80-jährige Heinz Sauer zeigte sich als Virtuose am Saxofon.

Besonders imponierte den Besuchern in der leider nur zur Hälfte gefüllten Christuskirche die Leistung von Heinz Sauer. Der Saxofonist feierte am vergangenen Weihnachtsfest seinen 80. Geburtstag. Doch sein hohes Alter merkte man dem gebürtigen Merseburger nur auf dem Weg zur Bühne an. Kaum hatte er sich sein Saxofon umgehängt, wirkte er wie ausgewechselt. Dabei entlockte er seinem Instrument wilde Tonfolgen, auf die manch junger Musiker neidisch gewesen wäre. Entsprechend ehrfürchtig wirkte dann auch Michael Wollny. Doch für den 34-jährigen Pianisten gab es an diesem Nachmittag keinen Grund für falsche Scheu. Seine Arbeit mit dem Klavier war nicht minder genial.

Neben dem konventionellen Spiel am Klavier, überzeugte Michael Wollny vor allem durch seine kunstvolle Manipulation der Saiten und Hämmer. Die dadurch entstandenen Klangwelten ließen nicht selten den Eindruck entstehen, man habe es mit einem größeren Orchester und nicht nur mit zwei Musikern zu tun. Entsprechend begeistert waren schließlich auch die Besucher, obwohl das Konzert bereits nach etwas mehr als einer Stunde ein Ende fand. Angesichts des hohen Alters von Heinz Sauer und seiner trotzdem überragenden Leistung, war auf beiden Seiten Zufriedenheit zu spüren.