Schauspiel Dortmund landet auf Platz zwei

Theaterkritiker-Umfrage

Das Wiener Burgtheater ist das Theater des Jahres: In der jährlichen Umfrage der Zeitschrift "Theater heute" votierten sechs der 42 befragten Kritiker für die von Karin Bergmann geleitete Bühne. Den zweiten Platz (jeweils drei Nennungen) wiederum teilt sich das Schauspielhaus Dortmund mit drei Berliner Theatern (Volksbühne, Schaubühne und Maxim Gorki Theater).

DORTMUND

27.08.2015, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit drei weiteren Bühnen belegt das Schauspiel Dortmund Paltz zwei als Theater des Jahres.

Mit drei weiteren Bühnen belegt das Schauspiel Dortmund Paltz zwei als Theater des Jahres.

"Punktgleich mit drei Berliner Bühnen auf dem zweiten Platz zu landen, ist ein großer Triumph für das Dortmunder Schauspiel", so Dortmunds Intendant Kay Voges und ergänzt: "Ich freue mich sehr, dass die Arbeit des ganzen Hauses überregional solche Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommt. Aber nach der Saison ist vor der Saison: Ich hoffe, dass wir uns in der gerade gestarteten Spielzeit noch steigern können. Denn Ausruhen gibt’s nicht."

Beste Schauspieler

In der Theaterkritiker-Umfrage gab es noch weitere Nennungen für das Schauspiel Dortmund: Klaus Gehre und Mai Gogishvili für ihr Bühnenbild von "Minority Report", Bettina Lieder als beste Schauspielerin in "Die Möglichkeit einer Insel" und Wolfgang Wendland als bester Schauspieler in "Häuptling Abendwind" und Björn Gabriel in "Minority Report".

Einhellig zum besten Stück (27 Stimmen) wurde Wolfram Lotz’ "Die lächerliche Finsternis" gewählt, gefolgt von Edward Palmetshofers "die unverheiratete", die beiden Inszenierungen des Wiener Theaterschiffes waren bei den Mülheimer Theatertagen "Stücke" zu sehen, dort gewann Palmetshofer den Dramatikerpreis.

Stefanie Carp, die Schwester des Oberhausener Intendanten Peter Carp, wurde zur Dramaturgin des Jahres gewählt - für ihre Arbeit bei Nicolas Stemanns Jelinek-Inszenierung "Die Schutzbefohlenen", die ebenfalls in Mülheim präsentiert wurde.

Auch der Schauspieler des Jahres Samuel Finzi war in der Region zu sehen: In "Warten auf Godot" spielte er gemeinsam mit Wolfram Koch bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen.

Beste Schauspielerin und gleichzeitig Nachwuchsschauspielerin ist Stefanie Reinsperger, die in den zwei besten Stücken des Jahres mitspielte. Zweitplatzierte Schauspielerin des Jahres ist die aus Hagen stammende Lina Beckmann.

Bühnen in der Region

In der Umfrage finden noch vier weitere Häuser in der Region Erwähnung. So werden Jana Schulz einmal als beste Schauspielerin ("Einsame Menschen") und als bester Kostümbildner zweimal Michael Sieberock-Serafimowisch ("Gespenster des Kapital") am Schauspielhaus Bochum genannt.

Jeweils eine Nennung erhalten für ihre Bühnenbilder Gralf-Edzard Habben ("Eines langen Tages Reise in die Nacht"/ Theater an der Ruhr) und Esmée Thomassen ("Das Käthchen von Heilbronn"/Theater Oberhausen) sowie Thomas Ladwig als Regie-Nachwuchskünstler ("Alles ist erleuchtet" /Schauspiel Essen).

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