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Schauspielhaus Bochum steuert auf die Pleite zu

Geldprobleme

„Ist das Schauspielhaus pleite?“ Mit solchen Fragen stehen Mitarbeiter in diesen Tagen vor Intendant Anselm Weber. Eine Frage, die weder er noch Kulturdezernent Michael Townsend mit Ja beantworten. Doch viel fehlt wohl nicht mehr.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangenheim

, 10.06.2011 / Lesedauer: 2 min
Schauspielhaus Bochum steuert auf die Pleite zu

Schauspielhaus-Intendant Anselm Weber: Er kümmert sich zur Zeit viel um Zahlen.

Mit der Anhebung der Eintrittspreise zur kommenden Spielzeit und der Schließung des Melanchthonsaals hat Weber erste Konsequenzen gezogen. Doch die werden nicht ausreichen. Und die Rücklagen wurden in den vergangenen Jahren aufgebraucht. Weber: „Es ist ein strukturelles Problem.“„Wir sind eng beieinander“, betont Kulturdezernent Michael Townsend, dass Stadt wie Schauspielhaus gemeinsam das Problem angehen. „Wir müssen Konsolidierungsmöglichkeiten innerhalb der Spielregeln finden“, sagt Townsend. Zu den Spielregeln gehört neben der „Tariftreue“ der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

Verwaltung vereinfachen, Ertragslage und Fundraising verbessern, eine zeitliche Streckung der Konsolidierung nennt der Dezernent weitere Stichworte. Bis nach den Theaterferien soll an der Verbesserung des Wirtschaftsplans gearbeitet werden. Dazu soll auch ein externer Wirtschaftsfachmann hinzugezogen werden. Steht dann das Defizit immer noch, wird es um diese Frage gehen: „Will man die Qualität halten oder steigt das Schauspielhaus in eine andere Liga ab?“ Townsend sieht beim städtischen Zuschuss Gestaltungsmöglichkeiten. Er weiß aber, dass der Kämmerer das anders beurteilt. Manfred Busch betonte gestern: „Bochum ist in einer verzweifelten Lage. Eine Erhöhung freiwilliger Leistungen ist rechtswidrig.“