Schausteller fordern vom Land: Kirmessen wieder öffnen

Kirmes Freizeitpark

Schausteller aus Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierung aufgefordert, nach monatelangem coronabedingtem Verbot wieder Jahrmärkte zu erlauben.

Bergisch Gladbach

08.08.2020, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schausteller fordern vom Land: Kirmessen wieder öffnen

Schausteller fordern vom Land, wieder eine Kirmes zuzulassen. © picture alliance/dpa

„Die Kirmessen müssen wieder aufmachen“, sagte Burkhardt Unrau vom Schaustellerverein Bergisch Gladbach am Samstag bei einem Treffen mit NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Die Märkte könnten „mit Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Saufgelage“ stattfinden.

Das Kulturgut der Kirmes droht verloren zu gehen

Unrau warnte, dass das Kulturgut Kirmes verloren zu gehen drohe, wenn die Schausteller bei noch längeren Schließungen ihr Gewerbe aufgeben müssten. Auch provisorische Kirmessen im kleinen Stil könnten die Lage nicht verbessern. „Kirmes ist nicht, dass irgendwo ein Riesenrad oder eine Mandelbude steht“, sagte er. Das könne nicht die Zukunft sein und helfe nur wenigen Schaustellern. Es gehe um die Existenz vieler kleiner Jahrmärkte, wo oft nur ein Autoscooter, ein Kinderkarussell, eine Schießbude, ein Süßigkeitenwagen und ein Ausschank stünden.

Auch der Rettungsschirm der Bundesregierung mit komplizierten Kreditregeln helfe den Schaustellern nicht weiter, sagte Unrau. Sie brauchten Soforthilfe, „um Essen und Trinken bezahlen zu können“.

Reul sowie der CDU-Politiker und Ur-Gladbacher Wolfgang Bosbach waren zu der Info-Veranstaltung des Schaustellervereins gekommen. Seit 178 Jahren findet in Bergisch Gladbach immer im August die viertägige Laurentiuskirmes statt. Wegen der Corona-Pandemie fällt diese wie Hunderte weitere Jahrmärkte in NRW und bundesweit aus.

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