Schiedsmann kommt nicht mehr in sein Büro

Einfach ausgesperrt

Paul-Michael Kox engagiert sich in Huckarde. Neben anderen ehrenamtlichen Jobs ist er seit fast zehn Jahren Schiedsmann für Huckarde und Deusen. Jetzt überlegt er, das Amt niederzulegen - weil er ausgesperrt wurde. Wir erklären den Fall.

HUCKARDE

, 15.10.2014 / Lesedauer: 2 min
Schiedsmann kommt nicht mehr in sein Büro

Der Huckarder Schiedsmann Paul-Michael Kox

In die Tür sei ein neues Schloss eingebaut worden und er solle bald einen Schlüssel dafür erhalten, berichtete man ihm dort.

Immer wieder hat Kox nachgefragt, wann er den Schlüssel erhält. „In rund zwei Wochen", hieß es zunächst, doch danach wurde Kox immer wieder vertröstet. Erst wartete er geduldig, dann beschwerte er sich bei Bezirksverwaltungsstellenleiter Frank Führer und zuletzt auch in der Bezirksvertretung.  

Die Schlichtungs-Fälle in der Zeit führte er entweder bei den Streithähnen zu Hause durch oder gab sie an seinen Vertreter Norbert Bonde weiter. „Einen Fall habe ich sogar auf der Wiese vor dem Haus zweier Streithähne verhandelt.“

Auf keinen Fall, Kox hat die Faxen dicke. „Am 21. Oktober steht mein zehnjähriges Dienstjubiläum an. Sollte ich bis dahin keinen Schlüssel für meinen Beratungsraum haben, werde ich mein Amt niederlegen. Auch wenn es schwerfällt.“

Das findet auch Jürgen Göken, der den im Urlaube weilenden Frank Führer vertritt. Auf unserer Redaktion sagte er: „Ich habe das Notwendige veranlasst, sodass Herr Kox in Kürze einen Schlüssel erhält.“

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