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Schiller Gymnasium erhält Urkunde

Schule ohne Rassismus

"Schule ohne Rassismus" - das war das Ziel, das sich das Schiller-Gymnasium im vergangenen Jahr selbst gegeben hatte. Am Mittwoch war es soweit: Sevgi Kahraman-Brust, die Landeskoordinatorin des Projektes, übergab die Urkunde in einer Feierstunde.

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 20.09.2012

„Ich werde mich dafür einsetzen, dass Gewalt und Rassismus an unserer Schule keinen Platz finden“, erklärten die Gymnasiasten Mukendi Mputu und Victioria Rumpler Mittwochmorgen stellvertretend für viele andere feierlich auf der Bühne in der Aula des Schiller-Gymnasiums. Im vergangenen Jahr hatten sich 85 Prozent seiner Schüler und Lehrer schriftlich dafür ausgesprochen, eine „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ zu werden. Eine von landesweit 283 und bundesweit 1120. Gestern war es so weit und Sevgi Kahraman-Brust, die Landeskoordinatorin des Projektes, übergab die Urkunde in einer Feierstunde.

„Wir sind noch nicht am Ziel, das ist erst der Anfang“, mahnte Schulleiter Gerhard Koch in seiner Rede. Der Titel „Schule ohne Rassismus“ sei eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und für die Zukunft, gegen Fremdenfeindlichkeit und Mobbing einzuschreiten: „Diskriminierung beginnt im Kleinen, auch in den Klassen“, schärfte er das Bewusstsein der Schüler. „Früher war es der Rothaarige mit Brille, heute vielleicht eher der mit den weniger schicken Klamotten“, zeichnete Schülersprecher Philip Raillon in seiner Rede ein Bild von potenziellen Opfern. „An unserer Schule gibt es noch zu wenig Jugendliche mit Migrationshintergrund. Das müssen wir noch hinkriegen“, forderte er dazu auf, die Integration von oft angefeindeten Ausländern voranzutreiben. Als Paten für die Aktion konnte das Schiller-Gymnasium seinen ehemaligen Schüler Gregor Schnittker gewinnen, der inzwischen ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist.

Es warb dafür, „empathisch und solidarisch zu sein. Sich in andere Menschen hinein zu versetzen.“ Und schilderte eine Anekdote aus seiner Schulzeit, in der ihn ein junger Franzose einst mit „Heil Hitler“ begrüßt hatte. Daraus habe er später für sich den Schluss gezogen: „Ich bin nicht schuld an dem, was im Dritten Reich passiert ist. Aber ich habe die Verantwortung dafür zu sorgen, dass so etwas nicht wieder passiert.“ Bürgermeisterin Sonja Leidemann lobte das Engagement der Schiller-Gymnasiasten, aus deren Reihen der Anstoß zur Aktion gekommen war: „Es ist schön, dass es hier Menschen gibt, die Zivilcourage zeigen wollen.“ Lin