Schlechte Chancen für Ausländer?

WITTEN "Integration und Bildung" lautet das Thema einer Podiumsdiskussion, zu der die Wittener Integrationsbeauftragte Claudia Ertel am 9. Januar alle interessierten Wittenerinnen und Wittener ins Rathaus einlädt.

04.01.2008, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Integrationsbeauftragte hatte damals Schulstatistiken untersucht und dabei festgestellt, dass in Witten bei einem Bevölkerungsanteil von nur ca. 9 Prozent auf Förderschulen und Hauptschulen rund 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen ausländischen Ausweis haben und dass viele von ihnen die Schule ohne Abschluss verlassen.

Die Integrationsbeauftragte hatte damals Schulstatistiken untersucht und dabei festgestellt, dass in Witten bei einem Bevölkerungsanteil von nur ca. 9 Prozent auf Förderschulen und Hauptschulen rund 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen ausländischen Ausweis haben und dass viele von ihnen die Schule ohne Abschluss verlassen.

Ungleichgewicht

Das kann kein Zufall sein. Claudia Ertel beschloss, die Ursachen des offensichtlichen Ungleichgewichtes für die Wittener Integrationsarbeit gründlich aufzuarbeiten.

Zur Podiumsdiskussion am 9. Januar sind hochkarätige Gäste geladen: Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW (CDU), Dr. Konrad Schily, Bundestagsabgeordneter FDP und Thomas Stotko Wittener Landtagsabgeordnete der SPD.

Ausländerbeirat

Hinzu kommen die Landessprecherin der Grünen Jugend NRW Verena Schäffer, Taifun Keltek, von der Landesarbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte NRW und Dr. Erkan Özdil, Sprachwissenschaftler an der Universität Dortmund. Ebenfalls dabei sein wird die Wittener Bürgermeisterin Sonja Leidemann.

Zum Einstieg ins Thema werden zuvor noch zwei Kurzfilme gezeigt. Der erste stammt von Jugendlichen der Moschee im Stadtteil Annen, die der Frage nachgegangen sind: "Wie haben sich unsere Eltern gefühlt - und was hat ihnen geholfen, sich in Deutschland zurechtzufinden?" Der zweite Film zum Thema "Integration und Bildung" wurde von Studenten der Ruhrakademie Schwerte gedreht. 

Beginn der Podiumsdiskussion ist um 17 Uhr im großen Sitzungssaal (1. OG). An die Diskussion schließt sich noch eine offene Fragerunde an. Moderiert wird die Veranstaltung von Claudia Ertel und Gabriele Jennert-Thoma. Die Veranstaltung dauert insgesamt rund zweieinhalb Stunden.