Schlegel wagt zweites Comeback

BOCHUM Neue Flasche, neues Vertriebskonzept, neues Preissegment: Bei der zweiten Rückkehr von Schlegel-Bier im Handel soll alles besser werden.

von Von Thomas Aschwer

, 02.04.2009, 13:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schlegel wagt zweites Comeback

Schlegel gibt es ausschließlich in der Halbliter- und nicht mehr in der 0,33-Flasche.

Viel besser als beim ersten "Comeback" vor sechs Jahren. Damals konnten sich die Geschäftsführer Dirk Link und Martin Zünkeler über ihren gelungenen Schachzug freuen, die Markenrechte von einer Dortmunder Brauerei erworben zu haben, doch ein dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg stellte sich nicht ein. Vor allem im Handel zahlten die beiden viel Lehrgeld. "Von 2004 bis heute ist nicht viel passiert", gesteht Dirk Link unumwunden ein. Was aber nicht ganz der Wahrheit entspricht. Die Geschäftsführer haben in der Zeit viel gelernt. Vor allem über spezielle Situation im Handel. "Früher konnte man uns als kleinen Virus bekämpfen." Das soll sich beim Neustart grundlegend ändern.

Viel investiert

Link und Zünkeler setzen künftig bei Herstellung und auch Vertrieb auf die Privatbrauerei Schwelm. Hier hat vor wenigen Jahren Stefan Jukic die Geschäfte übernommen und die Weichen neu gestellt. Viel Geld hat das Unternehmen in die Hand genommen, um sich am hart umkämpften Biermarkt behaupten zu können. "Wir nehmen Schlegel mit ins Schlepptau", sagt ein zuversichtlicher Jukic. "Die Vertriebswege stehen." Eine Aussage, die Link und Zünkeler zuversichtlich stimmt.Ausschließlich in der Halbliter-Flasche

Ab sofort soll das Bier produziert werden, in einigen Tagen im Handel sein. Freunde der Traditionsmarke müssen genau hinsehen. Schlegel gibt es ausschließlich in der Halbliter- und nicht mehr in der 0,33-Flasche. Dazu setzt Schlegel auf den Bügelverschluss. Punkten will man beim Kunden auch mit dem Preis. Anders als beim ersten Comeback ist Schlegel nicht mehr im höherpreisigen Segment angesiedelt. Den Rest entscheidet der Markt. Klaus-Joachim Schlegel, der das ganze Projekt begleitet hat, ist jedenfalls recht optimistisch. "Bier ist ein sehr emotionales Produkt."