Schlöndorff lässt Liebe am Meer neu entflammen

Berlinale

Im Alter bereut man, was man getan hat und nicht mehr rückgängig machen kann. Und das, was man nicht getan hat und nie mehr nachholen wird. So fasst es der Schriftsteller Max Zorn (Stellan Skarsgard) in Volker Schlöndorffs "Rückkehr nach Montauk" zusammen, dem dritten und letzten deutschen Kandidaten im Rennen um den Goldenen Bären. Der Film ist keine Adaption von Max Frischs sehr persönlicher Erzählung "Montauk". Sondern eine Fortschreibung der Geschichte, die Schlöndorff zusammen mit dem irischen Autor Colm Toibín unternommen hat.

BERLIN

von Von Patrick Wildermann

, 15.02.2017, 15:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schlöndorff lässt Liebe am Meer neu entflammen

Max Zorn (Stellan Skarsgard)verbringt ein Liebeswochenende mit Rebeccan (Nina Hoss).

Zorn reist zu einer Lesung nach New York, wo schon seine Frau Clara (Susanne Wolff) wartet. Doch statt ihr seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen, sucht der skandinavische Romancier Rebecca (Nina Hoss) auf, mit der er vor vielen Jahren ein Liebeswochenende in Montauk auf Long Island verbracht hat.

Rebecca, längst erfolgreiche Anwältin, reagiert zunächst recht kühl auf den plötzlichen Wiederannäherungsversuch. Doch dann reisen die beiden noch einmal ans Meer. Zurück nach Montauk.

Dichtung und Wahrheit

Schlöndorff hat schon in seinem Buch "Licht, Schatten und Bewegung" keinen Hehl daraus gemacht, dass es in seinem Leben einst eine Rebecca in New York gab, seine Was-wäre-gewesen-wenn-Liebe.

Freilich sei die "Traumfrau", die er sich für diesen Film erfunden habe, "teils Dichtung, teils Wahrheit", sagt er vor den Journalisten in Berlin. "Wobei ich mich nicht mit Goethe vergleichen möchte."

Ein Kuss von Bétrice

Alte Liebe ist auch ein Thema im französischen Drama "Sage Femme - Ein Kuss von Béatrice", für den Regisseur Martin Provost Catherine Deneuve gewinnen konnte. Die spielt eine rauchende, trinkende Zockerin im Herbst ihres Lebens, die eines Tages die Hebamme Claire (Catherine Frot) aufsucht. Vor Jahrzehnten hatte Béatrice eine Affäre mit Claires Vater. Was einer schönen Frauenfreundschaft aber nicht im Wege steht.

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Die schönsten Kleider der Golden Globe-Gala 2017

Ein beschwingtes Musical und ein Film über einen schwarzen Homosexuellen sind die Gewinner bei den Golden Globes. Die Auszeichnung für das beste Drama ging an das berührende Werk „Moonlight“. Der große Abräumer der Gala war aber das nostalgische Musical „La La Land“ mit sieben Trophäen - ein neuer Rekord bei den Globes. Die schönsten Kleider der Gala haben wir in einer Fotostrecke zusammengefasst.
09.01.2017
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Blake Lively (bekannt für: Gossip Girl, Für immer Adaline) © Foto: dpa
Nicole Kidman (bekannt aus: Moulin Rouge, The Hours)© Foto: dpa
Lily Collins (bekannt aus: Chroniken der Unterwelt, Love, Rosie, Blind Side - Die große Chance)© Foto: dpa
Giuliana Rancic (TV-Reality-Star)© Foto: dpa
Jenna Bush Hager (Tochter des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush)© Foto: dpa
Die drei "Miss Golden Globes", Sistine Stallone (v.l.), Scarlet Stallone und Sophia Stallone© Foto: dpa
Emily Ratajkowski (bekannt aus: Gone Girl, Entourage)© Foto: dpa
Kathryn Hahn (bekannt aus: Deas erstaunliche Leben des Walter Mitty, Transparent, Bad Moms)© Foto: dpa
Lily Collins (bekannt aus: Chroniken der Unterwelt, Love, Rosie, Blind Side - Die große Chance)© Foto: dpa
Millie Bobby Brown (bekannt aus: Stranger Things)© Foto: dpa
Felicity Jones (bekannt aus: Die Entdeckung der Unendlichkeit, Star Wars: Rogue One)© Foto: dpa
Kristen Bell (bekannt aus: Veronica Mars, Bad Moms)© Foto: dpa
Teresa Palmer (bekannt aus: Warm Bodies, Lights out)© Foto: dpa
Millie Bobby Brown (bekannt aus: Stranger Things)© Foto: dpa
Bernadette Peters (bekannt aus: Mozart in the Jungle)© Foto: dpa
Drew Barrymore (bekannt aus: Ungeküsst, Scream, Donnie Darko)© Foto: dpa
Amy Adams (bekannt aus: Arrival, American Hustle, Nocturnal Animals)© Foto: dpa
Julia Louis-Dreyfus (bekannt aus: Seinfield)© Foto: dpa
Thandie Newton (bekannt aus: Das Streben nach Glück, Mission: Impossible 2)© Foto: dpa
Michelle Williams (bekannt aus: Shutter Island, Blue Valentine, Marilyn)© Foto: dpa
Jessica Biel (bekannt aus: Das A-Team - Der Film, Total Recall, The Illusionist)© Foto: dpa
Janelle Monae (Soul- und Funk-Sängerin, Songwriterin und Tänzerin)© Foto: dpa
Winona Ryder (bekannt aus: Black Swan, Durchgeknallt, Edward mit den Scherenhänden)© Foto: dpa
Maisie Williams (bekannt aus: Game of Thrones)© Foto: dpa
Brie Larson (bekannt aus: Raum, 21 Jump Street)© Foto: dpa
Sienna Miller (bekannt aus: Im Rausch der Sterne, Foxcatcher)© Foto: dpa
Rosalind Ross (Drehbuchautorin) und Mel Gibson© Foto: dpa
Kurt Russell und Goldie Hawn (bekannt aus: Der Tod steht ihr gut, Der Club der Teufelinnen)© Foto: dpa
Kristen Wiig (l., bekannt aus: Der Marsianer, Braualarm) und Naomi Campbell (Topmodel)© Foto: dpa
Emma Stone (bekannt aus: La La Land, Crazy Stupid Love, Birdman)© Foto: dpa
Viola Davis (bekannt aus: Fences, The Help, How to get away with Murder)© Foto: dpa
Jenna Dewan Tatum (bekannt aus: Step up)© Foto: dpa
Hilary Duff (bekannt aus: Lizzy McGuire, A Cinderella Story)© Foto: dpa
Kerry Washington (bekannt aus: Django, Scandal)© Foto: dpa
Priyanka Chopra (l., bekannt aus: Quantico) und Sofia Vergara (Modern Family)© Foto: dpa
Leighton Meester (bekannt aus: Gossip Girl)© Foto: dpa
Evan Rachel Wood (bekannt aus: The Wrestler, Ides of March - Tage des Verrats)© Foto: dpa
Paris Jackson (Tochter von Michael Jackson)© Foto: dpa
Emmanuelle Chriqui (bekannt aus: Leg dich nicht mit Zohan an, Wrong turn)© Foto: dpa
Kat Graham (bekannt aus: Vampire Diaries)© Foto: dpa
Hailey Baldwin (Model)© Foto: dpa
Kylie Jenner (Model und Reality-TV-Star)© Foto: dpa
Kendall Jenner (Model und Reality-TV-Star)© Foto: dpa
Naomie Harris (bekannt aus: Spectre, Skyfall)© Foto: dpa
Topmodel und Moderatorin Heidi Klum© Foto: dpa
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Das sind die Modesünden der Berlinale 2017

Das Schaulaufen auf der Berlinale ist eine modische Großaufgabe für die Stars. Da gibt es auf dem roten Teppich neben glamourösen Roben auch einige Modesünden zu sehen. Wer sich in diesem Jahr bei der Kleiderwahl vergriffen hat, sehen Sie in unserer Fotostrecke.
10.02.2017
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Kunstsammlerin Julia Stoschek trug ein gewagtes Oberteil aus Spitze, das keine Fragen offen ließ. Hier wäre weniger Durchblick doch mehr gewesen, oder? © Foto: dpa
Bei Emilia Schüle stellte sich die Frage, warum die Träger ihres schwarzen Kleides ausgerechnet weiß und beschriftet sein mussten.© Foto: dpa
Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt zeigte mit ihren Stulpen ihre Parteizugehörigkeit. Doch passten diese nicht wirklich zu ihrem Kleid.© Foto: dpa
Was sich Christiane Paul wohl bei dem Muster ihres Kleides gedacht hat?© Foto: dpa
Dieses hochgeschlossene "Gardinenkleid" schmeichelte Schauspielerin und Jury-Mitglied Maggie Gyllenhaal so gar nicht.© Foto: dpa
Dieses hochgeschlossene "Gardinenkleid" schmeichelten Schauspielerin und Jury-Mitglied Maggie Gyllenhaal so gar nicht.© Foto: dpa
Veronica Ferres präsentierte sich den Fotografen in einem silbernen Hosenanzug, dessen Oberteil doch recht knapp saß. © Foto: dpa
Der Hosenanzug von Ferres überzeugte nicht. © Foto: dpa
Claudia Roth zeigte ihr Statement-T-Shirt "UNPRESIDENTED". Der Sinn der Stola erschloss sich nicht.© Foto: dpa
Zwei Paradiesvögel: Die Schauspielerinnen Dorka Gryllus (l.) und Bibiana Beglau.© Foto: dpa
Die Blumen auf dem Kleid der Kulturstaatsministerin Monika Grütters sollten wohl ein Hingucker sein, scheinen jedoch eher überflüssig.© Foto: dpa
Liv Lisa Fries (l.) Leo-Look wallte geradezu um die superschlanke Künstlerin herum.© Foto: dpa
Auch ohne die Draht-Applikationen wäre das Kleid von Moderatorin Anke Engelke ein Hingucker gewesen.© Foto: dpa
Ob sich Bühnen- und Kostümbildnerin Aino Laberenz und Maggie Gyllenhaal bei der Kleiderwahl abgesprochen haben?© Foto: dpa
Schauspielerin Sandra Hüller trug ein Kleid mit Motiven, die eher an den Strand gepasst hätten. © Foto: dpa
Schauspielerin Maria Dragus wählte ein Kleid, dessen Farbe sie blass erscheinen ließ.© Foto: dpa

"Sage Femme" ist - im Gegensatz zur reichlich artifiziellen "Rückkehr nach Montauk" - sehr charmant erzählt. Als eine Journalistin auf der Pressekonferenz der Berlinale zu monieren wagte, ein Meisterwerk sei der Film ja nicht gerade, da gab Deneuve mit aller Altersgelassenheit zurück: "Es dauert Jahre, bis man weiß, was ein Meisterwerk ist."