Schnadegang nach Deusen startet mit launischer Debatte

MENGEDE „Wir haben Deusen auf Vordermann gebracht. Und das geben wir nicht wieder her!“ Der Huckarder Bezirksbürgermeister Harald Hudy blieb im Disput mit seinem Mengeder Amtskollegen Bruno Wisbar stur. Beide "stritten" sich zum Auftakt des fünften Schnadegangs des Mengeder Heimatvereins.

von Von Karlheinz Bohnmann

, 06.10.2008 / Lesedauer: 2 min
Schnadegang nach Deusen startet mit launischer Debatte

?Streitgespräche? zwischen Bruno Wisbar (l.) und Harald Hudy gehören zu einem richtigen Schnadegang dazu.

Er hatte den Deusenern auch Avancen gemacht, die ihnen die „Rückkehr“ nach Mengede schmackhaft machen sollten. Beispielsweise versprach er, dass man das Freibad dann auf einen „internationalen Standard“ ausbauen würde. Hudy allerdings bewertete die Einlassungen seines Mengeder Widerparts als „Geschichtsklitterung“. Er hielt ihm vor, für eine Übernahme des Hallenbades „fehlt dir das Geld in deiner kleinen Kasse“. Wisbar solle die Mittel besser für Maßnahmen wie die Modernisierung des Saalbaus verwenden.

Die Zuhörer schmunzelten noch über die launige Debatte, als sie sich aus der zum Begegnungszentrum Deusen umgestalteten evangelischen Gustav-Adolf-Kirche, wo sie Gäste des Fördervereins waren, verabschiedeten, um sich auf den acht Kilometer langen Schnadegang durch Deusen und Niedernette zu machen. Dort wurde auf dem Hof Sprigade eine längere Rastpause eingelegt.  

Unterwegs informierte Heimatvereins-Vorsitzender Paul Gausepohl über die Geschichte der früher meanderartig fließenden und durch spätere Verlegungsmaßnahmen von 120 auf 80 km verkürzten Emscher. Er hatte schon zu Beginn der Veranstaltung die frühere Bedeutung der Schnadegänge (einst Grenzbegehungen und heute der Pflege des Brauchtums und nachbarschaftlichen Beziehungen) sowie die historischen Einzelheiten der einstigen Mengeder/Deusener Gemeinsamkeiten erläutert.

Schlagworte: