Schnatterer wird zum VfL-Albtraum

0:5 in Heidenheim

Nach acht Pflichtspielen ohne Niederlage erwischte es den VfL Bochum im Auswärtsspiel beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim – und zwar heftig. Am Ende stand eine in dieser Deutlichkeit nicht erwartete 0:5-Niederlage.

HEIDENHEIM

von Christian Aubel

, 28.09.2014, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schnatterer wird zum VfL-Albtraum

Heiko Butscher (rechts) kam im zweiten Durchgang für Danny Latza ins Spiel. Da war die Begegnung längst gelaufen.

Die Heimstärke des Aufsteigers bekamen die Gäste aus dem Revier recht schnell zu spüren. Schon mit der ersten Ecke ging Heidenheim in Führung. Marc Schnatterer führte aus, Mayer hielt unbedrängt den Kopf hin und traf. Schnatterer sollte anschließend zum Albtraum für den VfL werden. In der 20. Minute verwandelte er zunächst einen Elfmeter, den Perthel an Mayer verursachte, keine zehn Minuten später leistete sich Anthony Losilla einen kapitalen Fehler im Spielaufbau. Nutznießer war am Ende wieder Marc Schnatterer, der Michael Esser im VfL-Tor keine Chance ließ und vorentscheidend auf 3:0 erhöhte. Damit aber noch nicht genug im ersten Durchgang: Eine weitere Ecke für die Gastgeber stellte die Bochumer Hintermannschaft wieder vor unlösbare Probleme und Robert Leipertz vollendete zum 4:0. Der VfL wurde auf der Ostalb im ersten Durchgang von Heidenheim komplett durchgeschüttelt, fand keine Zeit zur Besinnung und leistete sich Fehler in einer bislang nicht gekannten Summe. Deshalb durften sich die Gäste auch über die Höhe des Rückstandes zu diesem Zeitpunkt nicht beschweren.

Rund eine halbe Stunde blieb der VfL im zweiten Abschnitt ohne Gegentor, schien sich ein wenig gefangen zu haben, zumal auch die eine oder andere Möglichkeit für ihn heraussprang. Konsequent im Verwerten ihrer Möglichkeiten waren aber nicht die Bochumer, sondern Heidenheim, das sich auch noch über das 5:0 durch Leipertz freuen durfte. „Wir werden jetzt in Ruhe überlegen, was zu tun ist. Und wir werden dabei nicht den Kopf verlieren“, sagte Sportvorstand Christian Hochstätter, „bisher ist ja bei uns nicht so viel schief gelaufen.“

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