Schneewarnung für Dortmund

Schnee-Ticker

IM WESTEN Die Feuerwehr hat auf die Schneewarnung des Deutschen Wetterdienstes reagiert. Wir berichten aktuell im Schnee-Ticker.

von Von Peter Bandermann und Daniel Müller

, 16.12.2010, 12:24 Uhr / Lesedauer: 3 min

12.24 Uhr: @Fireworker432 schreibt via Twitter: Max-Planck hat Schulfrei gegeben #doschnee. Und @pilba hat uns ein Foto geschickt: http://twitpic.com/3ge3w312.21 Uhr: Auch an der Uni Dortmund sorgt der Schnee für Ärger: Weil die Anreise für die Studenten schwierig werden könnte, hat die Uni alle Sportveranstaltungen für heute Nachmittag abgesagt.12.15 Uhr: Die Lage auf den Dortmunder Straßen ist weiter entspannt. Der Verkehr rollt. „Bis zum Mittag gab es keinen witterungsbedingten Unfälle“, so Polizeisprecherin Cornelia Weigandt.12 Uhr: Am Donnerstagmorgen hat die Feuerwehr drei zusätzliche Rettungswagen in Dienst genommen. Laut Sprecher Thomas Osthoff ist zwar nicht mit einem höheren Einsatzaufkommen zu rechnen, die Fahrzeuge sind aber aufgrund der Verkehrssituation länger gebunden. „Wir haben die Wetterlage ständig im Blick und können kurzfristig unsere Kapazitäten erhöhen“, so Osthoff.11.35 Uhr: Der BVB-Flieger ist in Sevilla rund 50 Minuten früher gestartet und soll um ca. 13.05 Uhr in Wickede landen. „Wir gehen aktuell davon aus, dass die BVB-Maschine landen kann. Bisher haben wir keine Probleme mit dem Wetter. Alles läuft nach Plan“, so Flughafensprecher Marc Schulte auf Anfrage.11.22 Uhr: Schulfrei nach der sechsten Stunde (13.10 Uhr) gilt auch im Goethe-Gymnasium, das im Nachmittagsunterricht mit dem Phönix-Gymnasium kooperiert. Phönix-Schulleiterin Ursula Forthaus: „Man hat natürlich etwas Bauchschmerzen, weil man nicht weiß, wie es wirklich wird. Aber wir mussten eine Entscheidung treffen, damit vor allem die Schüler, die von weiter weg kommen, nicht am Nachmittag stecken bleiben.“  Alle Schüler, die in der Nachmittagsbetreuung sind, können bis 15 Uhr in der Schule bleiben. Der Unterricht am Freitag werde normal laufen, so Forthaus. Grundsätzlich gilt bei Schnee und Eis die Regelung des Schulministeriums: Haben Eltern Bedenken, ob ihr Kind sicher zur Schule kommt, können sie es beurlauben lassen. 11.16 Uhr: In der Innenstadt hat leichter Schneefall eingesetzt. Doch wie sieht es in den Vororten aus? Wir suchen Schnee-Bilder aus Dortmund. Schicken Sie Ihre Fotos bequem per Formular oder per Twitter.10.45 Uhr: Die Lage auf den Dortmunder Straße ist derzeit völlig entspannt. „Wir haben im Stadtgebiet keine witterungsbedingten Unfälle“, sagte Polizeisprecher Manfred Radecke um 10.45 Uhr. Auch auf den Autobahnen gebe es keine nennenswerte Unfälle. „Tief Petra hat uns noch nicht erreicht“, so Radecke.10.09 Uhr: Wir haben gerade bei der Stadt Dortmund nach gehört. Sie Schulleiter entscheiden selbstständig ob sie ihren Schülern „schneefrei“ geben. „Das ist immer so. Es wird keine allgemeine Anweisung der Stadt geben“, erklärt Sprecher Michael Meinders.10 Uhr: Alle Bahnen und Busse der DSW21 fahren aktuell planmäßig. „Alles im grünen Bereich“, meldet DSW21-Pressesprecher Bernd Winkelmann. Es gebe auch keine Pläne den Busverkehr einzustellen. „Wir werden die Wetterlage weiter beobachten und gegebenenfalls reagieren“, so Winkelmann.9.38 Uhr: Am Schulzentrum Nette ist nach der fünften Stunde kurz nach 12 Uhr Schluss. Das Phoenix-Gymnasim in Hörde entlässt die Schüler nach der sechsten Stunde. Dortmunds Schulleiter überlegten am Morgen, ob sie wegen der Unwetterwarnung rechtzeitig vor den angekündigten massiven Schneefällen schulfrei geben. Die Meteomedia-Wetterstation an der Universität kündigt den ersten Schnee für 13 Uhr an.  "Wir überlegen zurzeit, nach der fünften Stunde um kurz nach 12 Uhr frei zu geben", so der Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Nette, Dr. Detlef von Elsen, um 7.45 Uhr. "Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler möglichst sicher nach Hause kommen und auch noch den Bus nutzen können. Wir sind ja gewarnt." Wie bereits zweimal im Dezember droht mit den zu erwartenden Schneefällen auch heute wieder ein Betriebsstopp bei DSW21, so dass dann auch der Schülerverkehr zusammenbricht. Weil viele Eltern selbst berufstätig sind, können sie die Fahrt ihrer Kinder von der Schule nach Hause nicht organisieren. Sie sind zwingend darauf angewiesen, dass Busse und Bahnen fahren. Grundschulen müssen Eltern informieren Denn die Jungen und Mädchen, die an den weiterführenden Schulen lernen, müssen oft weite Strecke durch mehrere Stadtteile zurücklegen. Anders sieht die Lage an den Grundschulen aus: Die meisten Kinder besuchen nach dem Grundsatz "kurze Beine, kurze Wege" die Grundschule ihres Stadtteils und sind zu Fuß unterwegs.Einheitliche "Zentrumsentscheidung" DSW21 hatte den Busbetrieb in den letzten beiden Schneefall-Fällen allerdings recht zügig eingestellt. "Wenn die Busse nicht mehr fahren, haben die Schülerinnen und Schüler ein Problem", so Dr. von Elsen. "Zurzeit beraten wir deshalb über eine Zentrumsentscheidung." Und die würde besagen, dass bei massivem Schneefall alle Schulen frei bekommen.Kontakt zur Bezirksregierung "Wir beobachten die Wetterlage und halten den Kontakt zum Schulträger und zur Bezirksregierung", sagte der Leiter der Marie-Reinders-Realschule in Hörde, Jörg Skubinn. "Im Augenblick gibt es aber noch keine Entscheidung." Gleiches gilt für die Lieberfeld-Grundschule in Wellinghofen. Gertrud Schuth: "Wir müssen auch alle Eltern informieren. Natürlich schicken wir die Kinder nicht einfach nach Hause, wenn wir die Eltern nicht erreicht haben." Bis 15 Zentimeter Neuschnee In der Unwetterwarnung der Meteomedia AG ist von einer bis zu 15 Zentimeter hohen Schneedecke in Kombination mit Sturm die Rede. Die Wetterwarner raten dazu, das Auto stehen zu lassen und auf Bus und Bahn umzusteigen. Was ein Problem sein kann, wenn die Busse nicht mehr fahren, wenn DSW21 schon bei dünner Schneedecke auf die Bremse tritt. Die Räum- und Streufahrzeuge der EDG sind bereits stadtweit im Einsatz.