Schönheits-OP für Bahnhof

SCHARNHORST Veraltete Laternen, grünspanige Schilder, verstreute Zigarettenkippen - die Zustände am Bahnhof Scharnhorst sind "mehr als bescheiden", stellten die Sozialdemokraten vor Ort fest. Die Bahn will den Haltepunkt ab Februar renovieren.

von Von Uwe Brodersen

, 30.01.2008, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kein Aushängeschild: der Bahnhof Scharnhorst.

Kein Aushängeschild: der Bahnhof Scharnhorst.

Dies hat SPD-Landtagsabgeordneter Harald Schartau in Gesprächen mit dem DB-Konzernbeauftragten Rainer Latsch erreicht. Zum Beispiel seien die Fahrgast-Unterstände veraltet, fand Schartau. Außerdem sei der schlecht beleuchtete Bahnhof vor allem in den Abendstunden ein Angstraum. Schartau selbst benutzt den Haltepunkt zwei- bis dreimal im Monat.

Pendler stehen im Regen

Weitere Kritikpunkte aus Sicht der SPD: zu wenig Unterstände, so dass viele Bahnkunden im morgendlichen Berufsverkehr häufig im Regen stehen, und das Fehlen eines behindertengerechten Zugangs auf der Scharnhorster Seite. Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny schilderte, dass Behinderte am Hochwasser-Rückhaltebecken entlang und dann die Treppe hinunter müssten, um in den Zug Richtung Dortmund zu gelangen.

Die Bahn habe auch in diesem Punkt Abhilfe zugesagt, teilte Harald Schartau mit. Im Übrigen werde die Beleuchtung und die Beschilderung des Bahnhofs erneuert. Auch soll der Bahnsteig verkürzt werden, damit die Passagiere genau wissen, wo der Zug hält. Thomas Wesnigk, SPD-Fraktionssprecher der Bezirksvertretung (BV) Brackel, teilt die Kritik seiner Parteikollegen am Zustand des Bahnhofs. Der Haltepunkt liegt auf der Grenze beider Bezirke.

Rüdiger Schmidt, SPD-Fraktionssprecher in der BV Scharnhorst, hofft im Zuge der DB-Maßnahme auf die Einrichtung einer Unterstellmöglichkeit für Fahrräder, Mopeds und Motorräder auf dem Park & Ride-Platz auf der anderen Seite der Flughafenstraße. Die BV habe bereits vor gut einem Jahr einen Prüfauftrag in dieser Sache an die Stadtverwaltung gerichtet, bisher aber noch keine Antwort erhalten.