„Schubert-Fest“ hat einen würdigen Sieger gefunden

13. Wettbewerb

Die Juroren des 13. Internationalen Schubert-Wettbewerbs haben einen würdigen Preisträger gefunden. Der 32-jährige Ukrainer Volodymyr Lavrynenko war beim Preisträgerkonzert am Sonntag im Orchesterzentrum in Dortmund der reifste und ausdrucksstärkste Pianist der fünf Prämierten.

DORTMUND

, 26.09.2016, 09:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

39500 Euro Preisgeld (inklusive des Gutscheins für eine CD-Produktion für den Sieger) waren verteilt, die Gewinner konnten frei aufspielen. Und das tat Lavrynenko auch: Viel intensiver und ausdrucksvoller als in der dritten Runde durchmaß er den gewaltigen Klangkosmos von Schuberts großer B-Dur-Sonate.

Der Ukrainer aus Hamburg ist ein Schüler von Anna Vinnitskaya, einer ehemaligen "Jungen Wilden" des Dortmunder Konzerthauses, die nur ein Jahr älter ist als er.

Zwei Preisträger aus Münster

Zwei Preise bleiben in der Region, in Münster: Der Japanerin Yoshiko Furukawa (40) hätte man nach ihrer abgeklärten Interpretation von Schuberts kleiner D-Dur-Sonate mehr als den vierten Preis gewünscht - zumal die Gasteiner-Sonate, gespielt vom Dritten Emre Yavuz (26) aus der Türkei, nicht ganz nach Schubert klang.

Der zweite Münsteraner, der Südkoreaner Junhee Kim (25), zeigte mit seiner technisch ausgereiften Interpretation von Schuberts Wanderer-Fantasie, dass er ein würdiger Zweiter ist.

Neun intensive Tage

Virtuosität demonstrierte Vasyl Kotys (31, 5. Platz) aus der Ukraine in der Liszt-Transkription von "Gretchen am Spinnrade". Und Sonderpreisträger Honggi Kim (25) zeigte im "Müller und der Bach" große Reife.

"Ein Schubert-Fest geht nach neun intensiven Tagen zu Ende", so Arnulf von Arnim, künstlerischer Leiter des Wettbewerbs. Die Preisträger wird man wiederhören in den Konzerten in der Region.

Der nächste Schubert-Wettbewerb in Dortmund ist im September 2018 der Lied-Duo-Wettbewerb. Der Klavier-Wettbewerb ist wieder in vier Jahren geplant.

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