Schüler bekamen Lust an altem Schmiedehandwerk

Hauptschule Wickede

An der Hauptschule Wickede lernten die Schüler jetzt das alte Schmiedehandwerk kennen. Die Schüler freundeten sich mit der Arbeit mit Ambossen und Feuerstellen an, lernten aber auch, dass das Schmiedehandwerk auch High Tech sein kann.

WICKEDE

von Von Uwe Brodersen

, 26.04.2012, 05:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mal etwas anderes als Zahlen oder Vokabeln im Klassenzimmer: Die Wickeder Schüler genossen das Schmiedeprojekt.

Mal etwas anderes als Zahlen oder Vokabeln im Klassenzimmer: Die Wickeder Schüler genossen das Schmiedeprojekt.

„Man soll das Eisen schmieden, so lange es heiß ist.“ Den realen Hintergrund dieses Sprichwortes erfuhren jetzt die Wickeder Hauptschüler bei einem zweitägigen Schmiedeprojekt.Ein mobiles Schmiedelabor machte auf dem Schulhof am Dollersweg Station. Unter Anleitung des Künstlers Andreas Rimkus bearbeiteten die Schüler der Klassen 7 bis 9 mit Hämmern und Zangen das widerspenstige Metall an acht Ambossen und vier Essen (offenen Feuerstellen).

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So lernten Schüler das alte Schmiedehandwerk kennen

Das alte Schmiedehandwerk brachte ein mobiles Schmiedelabor den Schülern der Hauptschule Wickede näher. Ausgerüstet mit Hämmern und Zangen machten sich die Schüler ans heiße Werk. Manche Schüler entdeckten im Handwerk sogar eine berufliche Perspektive.
25.04.2012
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Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper
Die Schüler der Wickeder Hauptschule machten sich an Ambossen an die Arbeit und schmiedeten verschiedene Werke.© Foto: Oliver Schaper

„Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen“, erzählt Natalie (14) zufrieden. Sie hat den Buchstaben T geschmiedet und kann sich gut vorstellen, später beruflich etwas in diesem Bereich zu tun. Viel Spaß macht es auch Pongsakorn (14). 

 Es sei zwar harte Arbeit, doch im Vordergrund stehe der Wille, „die Dinge schön zu machen“. Ob ihn nicht die Hitze störe? „Nein, ich komme aus dem heißen Thailand“, antwortet er lachend. Janina Viola (13), die dabei ist, ein Hufeisen zu formen, will zwar später Tierpflegerin werden, findet das Schmieden aber interessant.  „Die Schüler merken, was Metall kann, wie vielfältig es ist“, erklärt Andreas Rimkus. Er wolle das Kulturgut Schmiedehandwerk weitergeben. „Diese schöne Handwerkskunst können leider immer weniger Menschen.“ Viele Schmieden würden nicht mehr ausbilden. Hier müsse die Gesellschaft einspringen.Ermöglicht wurde das Projekt auch durch das Unternehmen Anker Schroeder, das mit Lehrlingen vor Ort war. Schmieden habe Zukunft, schilderte Unternehmer Dirk Schroeder. Es sei auch High Tech. „Wir haben zum Beispiel die Hänger der Schnettkerbrücke hergestellt.“ 

 Schulleiterin Elke Heymann betonte, dass die Schüler ein Recht auf bestmögliche Ausbildung hätten. Das dürfe in der Diskussion über die Zukunft der Hauptschule nicht vergessen werden. „Sollen sie fit für die Ausbildung werden, so braucht es Projekte wie dieses.“  

Kurbelwelle und Hüftgelenk
Schmieden ist ein wichtiger Baustein der industriellen Produktion. So werden unter anderem Kurbelwellen in Autos, Flugzeugteile oder Hüftgelenke geschmiedet. In ihrer Stauchschmiede formt Anker Schroeder Grundstahl bei bis zu 1100 Grad Celsius um. Das Unternehmen aus Körne hat 95 Beschäftigte und fünf Auszubildende. Das mobile Labor des Schmiedeverbandes Hagen hat seit 2008 schon 10.000 Kindern und Jugendlichen Einblicke in das Handwerk gewährt.

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