Schüler entdecken die Museen des Ruhrgebiets neu

Projekt "RuhrKunstNachbarn"

Um die heutige Jugend an - womöglich erste - Begegnungen mit Kunst heranzuführen, bedarf es kreativer Methoden und viel Aufmerksamkeit. Im Zuge des neuen Projekts RuhrKunstNachbarn sollen Schüler mit verschiedenen Konzepten nicht nur lernen, sich mit Kunst auseinanderzusetzen, sondern auch mit dessen Umgebung. Die Verantwortlichen stellten es gestern im Duisburger Lehmbruck-Museum vor.

DUISBURG

, 25.04.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler entdecken die Museen des Ruhrgebiets neu

Das Projekt „RuhrKunstNachbarn“ stellten (v.l.) Ferdinand Ullrich (Kunsthalle Recklinghausen), Regina Selter, Viola Hilbing, Söke Dinkla (Direktorin Lehmbruck Museum) und Peter Daners (Museum Folkwang) gestern vor.

Und so funktioniert’s: 18 Museen aus dem Ruhrgebiet bilden zehn Partnerschaften mit ihren Nachbarn. Das Museum Ostwall im Dortmunder U etwa fährt mit den Hagener Museumzentrum sowie mit dem Märkischen Museum Witten jeweils im Tandem.

Schüler sollen Museen und ihre Umgebung entdecken

Jede Partnerschaft realisiert rund 60 Workshops. Schulklassen aus den jeweiligen Partnerstädten besuchen die dortigen Museen und Workshops - egal welche Altersstufe oder Schulform, völlig kostenfrei, das ganze nächste Schuljahr lang.

Die Schüler sollen vor allem die Umgebung der Museen entdecken. "Die Wege, die Architektur, der Empfang, die Beschilderung", sagt Regina Selter, stellvertretende Direktorin vom Museum Ostwall im Dortmunder U.

Im "Stadtkunstbuch" laufen die Eindrücke zusammen

Beispielsweise gibt es für die Schüler, die das Dortmunder und das Wittener Museum sowie die Hagener Museen besuchen, ein "Stadtkunstbuch". Eine Schule bearbeitet die darin gestellten Aufgaben - fotografieren, skizzieren, beschreiben - von vorne nach hinten, die andere tut das Gegenteil. So laufen die Eindrücke der Schüler in der Mitte zusammen.

Gefördert werde RuhrKunstNachbarn von der Mercator-Stiftung mit 570.000 Euro, teilte Viola Hilbing, Projektmanagerin der Stiftung, gestern mit. Die Museen ergänzen insgesamt rund 200.000 Euro.

Eine Lehrergala mit Informationen rund um das Projekt findet am Mittwoch, 17. Mai, im Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, statt. Beginn 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Informationen gibt es beim Projektbüro unter Tel. (0201)8 84 51 74 oder (0201)8 84 53 27 sowie per Mail an ruhrkunstnachbarn@ruhrkunstmuseen.com