Schüler entwickeln Automaten, der Tabletten sortiert

Finale des Technikpreises

Mit der Idee des Technik-Leistungskurses des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums kann das wöchentliche Sortieren von Tabletten bald der Vergangenheit angehören. Die Schüler entwickeln einen vollautomatisierten "Tablettomaten", der diese Aufgabe übernimmt. Und damit haben sie bereits eine Jury beeindruckt.

HILTROP

von Von Eva Mühle

, 04.03.2014, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Idee der Schüler findet bereits Anklang.

Die Idee der Schüler findet bereits Anklang.

Durch den Tablettomat sollen die Vorgänge automatisiert werden. „Es gibt dann ein Transportband mit Kisten drauf. Darüber sind Behälter mit den Pillen. Das Band läuft darunter und sammelt die Pillen ein, je nachdem wie das System programmiert ist“, erklärt Schüler Björn Gerdemann (16) das grobe Konzept des Tabletten-Automaten. Die Idee kam an: Der Technik-Leistungskurs hat es mit dem Tablettomat ins Finale des VDE-Technikpreises geschafft und damit 500 Euro Unterstützung bekommen, um die Idee praktisch umzusetzen. „Wir haben jetzt gut drei Monate Zeit, einen Tablettomat zu bauen“, sagt Jestädt. Anfang Juni wird die Siegerschule bei einer großen Preisverleihung ausgezeichnet. „Wir haben fünf Stunden die Woche Unterricht, das schaffen wir gut“, sagt Jesädt.

Denn die Inhalte der Projektarbeit passen genau in den Lehrplan. „Automatisierungstechnik zum Beispiel. Ohne das Wissen können die Schüler den Tablettomat nicht bauen, aber das gehört zum Abistoff. Das hätten wir also sowieso gemacht“, so Sonja Jelstädt. Bei den Schülern kommt das gut an. „Jetzt lernen wir mal praktisch, wie’s geht. Das macht Spaß und könnte später an der Uni von Vorteil für uns sein“, sagt Björn Gerdemann. Ein bisschen träumen erlauben sich die Schüler nach dem Einzug ins Finale schon: Vielleicht wird der Tablettomat irgendwann großtechnisch eingesetzt – Kunden gebe es ja laut Arzneimittelreport genug.

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