Schüler finden im Dasa-Parcours ihre Talente

"Komm auf Tour"

Um sich auf das Berufsleben vorzubereiten, muss man seine Stärken kennen. Die können Dortmunder Schüler bei dem Projekt "Komm auf Tour" in der Dasa entdecken - und müssen dafür als erstes die Überreste einer Party beseitigen.

DORSTFELD

von Von Nike Laurenz

, 28.02.2013, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schüler finden im Dasa-Parcours ihre Talente

Aufräumen, um seine Stärken kennenzulernen: Diese und viele andere Aufgaben müssen Schüler im "Komm auf Tour"-Parcours in der Dasa bewältigen.

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Dasa-Parcours hilft Schülern bei der Berufswahl

Bei dem Projekt "Komm auf Tour" in der Dasa mussten Dortmunder Schüler in einem 500 Quadratmeter großen Parcours verschiedene Aufgaben lösen. Auf diese Weise sollten die Schüler etwas über ihre eigenen Fähigkeiten lernen.
28.02.2013
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Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
Impressionen vom Berufsorientierungs-Projekt „Komm auf Tour" in der Dasa.© Foto: Dieter Menne
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Die Bude ist verwüstet. Blumentöpfe: umgekippt. Küchenzeile: unordentlich. Im Wohnzimmer herrscht Chaos. 20 Minuten – mehr Zeit bleibt den Dortmunder Schülern beim Projekt „Komm auf Tour“ nicht, um das wieder in Ordnung zu bringen.  Während die Siebtklässler bei dem Projekt zur Berufsorientierung, das noch heute in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (Dasa) läuft, die Überreste einer Party beseitigen, erklärt Sascha Böres wie das Spiel funktioniert: „Hier lernen junge Menschen ihre Stärken kennen, in dem sie zum Beispiel Alltagssituationen bewältigen“, sagt Böres von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

 Insgesamt 700 Schüler von Dortmunder Gesamt-, Haupt- und Förderschulen nahmen an dem Projekt teil, fanden spielerisch heraus, in welchen handwerklichen, sozialen oder künstlerischen Bereichen ihre Stärken liegen. Und das geht so: In einem 500 Quadratmeter großen Parcours mitten in der Dasa lösen die Kinder in verschiedenen Stationen Aufgaben zu den Themen Ordnung, Natur, Fantasie, Handwerk, Logik, Sprache und Soziales.Da gibt es das mehrere Meter hohe Labyrinth, das die Teamfähigkeit der Schüler fordert. Wer es schafft, in Zweiergruppen einen Tennisball auf einem Tisch durch die engen Wege zu tragen, ohne dass der Ball hinunter fällt, der muss gemeinschaftlich beim Balancieren helfen und Geschicklichkeit beweisen.

 In der „sturmfreien Bude“ stellen die Kinder ihren Sinn für Ordnung unter Beweis, indem sie eine verwüstete Wohnung aufräumen. Und im Zeittunnel (eine überdimensionale Konservenbüchse) sprechen sie über Zukunftsträume. „Ich will Tischler werden!“, ruft einer. „Ich baue ein Haus!“, prophezeit ein anderer. Um damit diese Sätze nicht einfach so stehen bleiben, werden die Schüler von „Beobachtern“ begleitet – Berater der Agentur für Arbeit, die über Berufe informieren, die zu den Stärken der Kinder passen könnten.„Bei dem Projekt wird auf sanfte Weise dazu angeregt, über die eigenen Fähigkeiten nachzudenken. Nur wer seine Stärken kennt, kann sie ausschöpfen“, sagt Astrid Neese, Chefin der Agentur für Arbeit Dortmund.

 Um den Überblick über die eigenen Stärken nicht zu verlieren, bekommt jeder Teilnehmer spezielle Aufkleber. „Da steht drauf, was ich kann, zum Beispiel reden. Das sieht man an den vielen Stickern mit Mündern drauf“, sagt der 12-jährige Jannis. Und Lea (13) stellt fest: „Ich habe gelernt, dass jeder seinen Weg gehen sollte. Ihre Freundin Jessica fügt hinzu: „Genau. Man darf sich niemals von anderen beeinflussen lassen.“

"Komm auf Tour": Die Mitmach-Ausstellung „Komm‘ auf Tour“ (28.2. bis 1.3.) ist eine landesweite Initiative für Siebt- und Achtklässler – initiiert von der Bundesagentur für Arbeit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW. Das Projekt findet zum 5. Mal in Dortmund statt, Schirmherrin ist Stadträtin Waltraud Bonekamp. Neben Aktionen zur Berufswahl gibt es auch Infos über die richtige Verhütung. Die im Projekt gesammelten Eindrücke werden im Unterricht nachgearbeitet.

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