Schüler lassen Roboter tanzen

Nao Challenge

."Nowred" heißt ihr kleiner Roboter, den die drei Mädchen vom Kölner Liebfrauengymnasium Donnerstag zur "Nao Challenge" antreten ließen. Einen menschlichen Namen haben sie ihm nicht gegeben, denn auch wenn die Nao-Roboter zu der Sorte der humanoiden Roboter zählen – sie sind immer noch Technik.

QUERENBURG

, 22.05.2015, 00:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schüler lassen Roboter tanzen

Nora, Svenja und Lisa vom Kölner Liebfrauengymnasium ließen ihren kleinen Roboter „Nowred“ antreten.

Insgesamt acht Schüler-Teams im Alter von 12 bis 18 Jahren traten bei der Challenge in der Blue Box an der Bochumer Hochschule an.

„Es gibt vier Aufgaben, die die Roboter der Teams bewältigen müssen“, erklärt Sergej Stoetzer, Vertriebsleiter von Technik LPE. Die Firma bringt Technik in die Schulen und betreut auch die Nao-Challenge mit. Alle Teams arbeiten mit den gleichen Robotern – programmieren müssen sie die kleinen Technikwunder aber ganz alleine.

Ziel der Programmierung ist dann die Bewältigung der gestellten Aufgaben: Süßigkeiten aus einem Regal stibitzen, ein Spiel mit den Robotern spielen, sie tanzen lassen oder sie dazu bringen, einen Film abzuspielen. „Die Aufgaben sind auf das Alltagsleben ausgerichtet und sollen durch Kommunikation mit den Robotern erfüllt werden“, so Stoetzer. Schließlich ist das auch das Ziel der Roboterentwicklung: sie für den Alltag tauglich zu machen.

Komplexe Geräte

Nora, Svenja und Lisa aus Köln sind nicht zum ersten Mal bei einem Roboter-Wettbewerb dabei. Sie haben schon seit einiger Zeit immer wieder mit kleinen Lego-Robotern an Wettbewerben teilgenommen. Aber dann wollten sie mehr. „Die Schüler lernen schnell und kommen bald über die Phase der einfachen Roboter hinaus. Mit den Nao-Robotern bekommen sie die Chance, mit einem sehr komplexen Gerät zu arbeiten“, erklärt Stoetzel.

Einen Nao-Roboter zu programmieren muss keine Kunst sein – im Comupter können vorgefertigte Befehle aneinandergereiht werden, die der Roboter dann ausführt. Aber es geht auch schwieriger, weiß Stoetzel: „Besonders schneller Schüler können auch selbst komplett neue Befehle programmieren.

Der Komplexität sind keine Grenzen gesetzt.“ Genau das macht die Arbeit mit den Robotern gerade für Schulen so interessant. Es können sowohl unerfahrene als auch erfahrene Schüler damit arbeiten und herumexperimentieren.

Bewertet werden die einzelnen Aufgaben von einer Jury, bestehend aus Vertretern der Hochschulen, der Wirtschaft und der IT-Branche. Insgesamt zehn Minuten haben die Schüler, um die Roboter eine Aufgabe ausführen zu lassen. Dabei geht nicht immer alles glatt. Einer der Roboter läuft merkwürdig – irgendwo ist ein Defekt. Manchmal verlieren die Roboter den Halt – wenn sie zum Beispiel eine kleine Stufe überwinden sollen.

Wie besorgte junge Eltern laufen die Schüler hinter ihren technischen Schützlingen her – stets bereit, sie aufzufangen, falls sie ins Wanken geraten.

Schöne Trophäe

Stoertzel versichert aber: „Die Roboter sind recht robust und deswegen auch gut für den Gebrauch in der Schule geeignet. Wenn sie mal hinfallen, passiert in der Regel nichts.“

Und das, obwohl die Roboter bis unter die Schädeldecke vollgestopft sind mit Technik. Am Ende des Tages dürfen die Gewinner für ihre Schule einen eigenen kleinen Roboter mit nach Hause nehmen – die wohl schönste Trophäe, die echter Roboter-Fans sich vorstellen können.