Schüler testen Verwandschaft der Flusskrebse

Jugend forscht

KIRCHLINDE Beim Regionalwettbewerb Jugend forscht, der in der DASA in Dorstfeld entschieden wurde, konnten sich Beate Sopalski und Dirk Lindenblatt über Auszeichnungen ihrer "populationsgenetischen Untersuchungen an Gammarus pulex" freuen.

16.02.2010, 14:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler testen Verwandschaft der Flusskrebse

Beate Sopalski und Dirk Lindenblatt gewannen den "Sonderpreis Umwelt".

Sie besuchten einen Kursus im Wahlpflichtbereich, der sich mit genau diesem Thema beschäftigte und auch die Patenschaft ihrer Schule zum benachbarten Dellwiger Bach förderte ihr Interesse weiter. Die beiden Naturwissenschaftler hinterfragten kritisch, ob die Maßnahmen erfolgreich sind und der genetische Austausch tatsächlich zustande kommt. Um das zu überprüfen, ersannen sie ein Verfahren, das darauf basiert festzustellen, wie nah verwandt Tiere aus verschiedenen Gewässern sind. Ihre „Verwandtschaftstests“ führten sie an Bachflohkrebsen durch, die in jedem naturnahen Bach sehr häufig sind. Das Verfahren ähnelt dem aus der Kriminaltechnik bekannten „genetischen Fingerabdruck“, stützt sich aber auf eine andere Stelle des Erbguts und entschlüsselt dort den genetischen Code vollständig.

  Für die beiden Jungforscher war das Dortmunder "Mentoring-Programm" eine große Hilfe, um zum Nulltarif in molkularbiologischen Laboren forschen zu können. Jetzt gilt es noch, das von den beiden entwickelte Verfahren weiter zu entwickeln und an einer größeren Datenmenge zu testen. Es könnte sich dann aber zu einem aussagekräftigen und gut handhabbaren Werkzeug entwickeln, um die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen beim Umbau des Emschersystems durch ein solides Monitoring zu begleiten, lobt die Schulleitung. 

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