Schüler üben für Technik-Wettbewerb: Roboter soll elegant die Lücke treffen

WITTEN Rückwärts Einparken ist schon mit dem eigenen Pkw eine hohe Kunst. Wie bitte schön aber soll man einen kleinen Roboter dazu bringen, akkurat die Lücke zwischen zwei Spielzeugautos anzupeilen? Zehn Schüler des Albert-Martmöller-Gymnasiums stellen sich dieser kniffligen Aufgabe.

von Von Anne-Kathrin Neumann

, 05.03.2009, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Händchen fürs Technische haben Robin Duhn und Timo Thor (v. l.). Sie basteln eifrig am unfertigen Roboter.

Ein Händchen fürs Technische haben Robin Duhn und Timo Thor (v. l.). Sie basteln eifrig am unfertigen Roboter.

Stolz hebt Robin Duhn das noch unfertige Modell in die Höhe. „An dieser Stelle wird ein kleiner Computer – das Herzstück des Roboters – durch ein Kabel mit dem Motor verbunden“, erläutert der 14-Jährige die Vorgehensweise beim Bau. „Und am PC programmieren wir die einzelnen Befehle, wie Rückwärtsfahren oder Abbiegen“, fügt Timo Thor (14) hinzu. Zwei große Räder luken an den Seiten des Roboters hervor. Unzählige, kantige Steinchen stecken kreuz und quer aneinander und bilden das Mittelteil. Noch wirkt der Rohbau etwas nackig, vor allem aber höchst kompliziert.

Dieser Eindruck verflüchtigt sich auch nicht, als Robin seinem Freund rätselhafte Anweisungen zuruft: „Hey Fabian, ich brauche noch zwei Eckteile und einen Siebener!“ Fabian kramt in einer Kiste voller Schrauben, Zahnräder und Steinchen und greift zielsicher nach einem L-förmigen Stäbchen. „Ich muss den Motor einspannen, damit das Auto stabiler wird. Beim letzten Fahrversuch ist es umgekippt“, berichtet Robin und tüftelt mit dem Stäbchen am Auto herum.

Gespannt hocken die Jugendlichen vor dem Modell, tickern Befehle in den PC ein. Hier ist echtes Herzblut mit im Spiel. „Da erlebt man noch einmal das Kind in sich“, meint Robin und strahlt übers ganze Gesicht. Eine größere Motivation kann es kaum geben, da müssen sich die anderen neun teilnehmenden Teams im Sommer warm anziehen.