Schüsse auf Linienbusse: Ein Fahrer erzählt

Großfahndung in Städten

Eine Spur der Verwüstung und des Schreckens haben Unbekannte am Sonntagabend in Castrop-Rauxel, Datteln, Recklinghausen und Herne hinterlassen. Sie schossen auf drei fahrende Linienbusse und mehrere Dutzend Autos. Ein Busfahrer berichtet im Video, wie er die Schreckensmomente erlebt hat.

RUHRGEBIET

, 24.03.2014, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf einen weiteren Bus wurde gegen 22 Uhr auf der Grillostraße in Recklinghausen geschossen, auf einen dritten Linienbus um 22.10 Uhr auf dem Westring in Herne. In allen Bussen saßen Fahrgäste, als die Scheiben zerbarsten - doch in keinem wurde ein Mensch verletzt. Herbert Rodehüser saß am Steuer des Busses  in Herne, als die Schüsse fielen. Wie er reagiert hat und wie er sich fühlte, beschreibt er in diesem Video:

Die Meldungen bei der Polizei rissen am Sonntagabend nicht ab. Mehrere Dutzend geparkte Fahrzeuge in Castrop-Rauxel, Datteln, Recklinghausen, Herne und Wanne-Eickel wurden beschädigt - die Zahl, so Ramona Hörst, könne am Montag noch steigen. "Die Reihenfolge der Taten ist noch nicht ganz klar", sagte die Pressesprecherin am Montagmorgen. Am Montagmittag berichtete die für Herne zuständige Polizei in Bochum dann allein von 17 Taten in Herne und Wanne-Eickel,. Die Polizei in Recklinghausen zählte bis dahin 40 beschädigte Autos, dazu kommen zahlreiche beschädigte Bushaltestellen.

Mindestens zwei Zeugen hatten in der Nacht einen Sportwagen in der Nähe der Tatorte gesehen. Möglicherweise, so Hörst, handelt es sich dabei um einen BMW Z4. Die Polizei löste in der Nacht eine Ringfahndung aus. Da sich die Tatorte jedoch immer weiter verlagerten, wurde eine Großraumfahndung daraus, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde.

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Schüsse auf Linienbusse und Autos

Unbekannte haben an mindestens 20 geparkten Autos und drei fahrenden Linienbussen die Scheiben zerschmettert. Die Taten ziehen sich durch mehrere Städte im Ruhrgebiet.
23.03.2014
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Durch welche Waffe oder welches Wurfgeschoss die Scheiben der Fahrzeuge zerstört wurden, ist am Montagmorgen noch unklar. 

Erst vor rund zehn Tagen hatten Unbekannte in Dorsten auf einen fahrenden Linienbus geschossen. Auch in diesem Fall sucht die Polizei einen dunklen Wagen, allerdings handelt es sich dabei eher um einen Wagen der Golfklasse. Auch in dem Dorstener Fall wissen die Beamten noch nicht genau, mit welcher Waffe oder welchem Wurfgeschoss es sich handelt, erklärte die Pressesprecherin der Polizei.