Schulsozialarbeit steht in Bochum vor dem Aus

Befristete Stellen

Die Zukunft der Schulsozialarbeit steht in Bochum auf der Kippe. Die 38 Stellen sind bis Ende Dezember dieses Jahres befristet. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Das Jugendamt such nach einer Lösung.

BOCHUM

von Von Sebastian Ritscher

, 04.05.2013, 11:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulsozialarbeiter bilden ein wichtiges niedrigschwelliges Angebot für Schüler und Eltern. Allerdings sind die 38 Stellen in Bochum bis Ende Dezember befristet. Das Jugendamt sucht nach einer Möglichkeit, die Stellen zu retten.

Schulsozialarbeiter bilden ein wichtiges niedrigschwelliges Angebot für Schüler und Eltern. Allerdings sind die 38 Stellen in Bochum bis Ende Dezember befristet. Das Jugendamt sucht nach einer Möglichkeit, die Stellen zu retten.

An allen Schulformen sind die Schulsozialarbeiter zu finden, aber nicht alle haben einen. Viele Gymnasien haben zum Beispiel keinen Schulsozialarbeiter. Die Verteilung fußt auf sozialräumlichen Kriterien. Faktoren sind etwa Anteil von Alleinerziehenden oder Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil.

 „Wir überprüfen, ob wir die Mittel aus 2011, die nicht ausgegeben wurden, übertragen werden können, da sollen die Würfel spätestens nach den Sommerferien fallen.“ Rohde spricht von einer Bochumer Lösung – nicht die einzige Hoffnung für die Schulsozialarbeit: „Am 8. Mai behandelt der Bundesrat außerdem einen Antrag, zur Verlängerung der Schulsozialarbeit.“ Wie der Bund damit umgehen könnte, sei aber unklar. Bislang gab es von ihm kein Signal zur Verlängerung. Dabei sei die Schulsozialarbeit mit das Beste, für das der Bund BuT-Mittel bereitstellen könnte. Schließlich, so Rhode, seien die Sozialarbeiter ein niedrigschwelliges Angebot für Schüler, aber auch für Eltern. Sie stemmen etwa Projekte zum Übergang zwischen Schule und Beruf oder vermitteln Plätze in Sportvereinen.  

 Auch helfen sie bei Behördengängen und Anträgen, etwa wenn Geld für Klassenfahrten oder Schulessen fehlt. Für das Jugendamt ein Indiz für den Erfolg: „Die Zahl von BuT-Anträgen ist von etwa 12.000 im Jahr 2011 auf 23.000 in 2012 gestiegen.“ Schüler und Eltern würden die Hilfe der Sozialarbeiter eben suchen und annehmen.  Die Kosten für Schulsozialarbeiter sind für eine klamme Stadtkasse kaum zu stemmen, Bundeshilfe muss her. Rohde: „Pro Stelle und Jahr werden etwa 50.000 Euro gebraucht.“ Das würde sich auf Dauer aber rechnen. „Eine Studie hat gezeigt, dass weniger anschließende Hilfen zu bezahlen sind, wenn bereits in der Schule ein Sozialarbeiter tätig ist.“   

An allen Schulformen sind die Schulsozialarbeiter zu finden, aber nicht alle haben einen. Viele Gymnasien haben zum Beispiel keinen Schulsozialarbeiter. Die Verteilung fußt auf sozialräumlichen Kriterien. Faktoren sind etwa Anteil von Alleinerziehenden oder Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil.