Schulstandort Lenneplatz öffnet wieder

Nach Schadstoffmessungen

Am Lenneplatz kann der Schulbetrieb bald weitergehen: Die Schüler der Helene-Lange-Schule sollen dort ab dem 2. Februar wieder unterrichtet werden. Die Stadt hatte den Schulstandort im November vorsorglich geschlossen, nachdem dort gesundheitsgefährdende Schadstoffe nachgewiesen worden waren.

von Miriam Instenberg

BOCHUM

, 27.01.2015, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Schüler der Helene-Lange-Schule können an den Lenneplatz zurückkehren.

Die Schüler der Helene-Lange-Schule können an den Lenneplatz zurückkehren.

Der Schulstandort Lenneplatz, an dem die Helene-Lange-Schule sowie ein Teil des Alice-Salomon-Berufskollegs untergebracht waren, war Anfang November geschlossen worden. Lehrer und Schüler hatten über Unwohlsein und Geruchsbelästigung geklagt. Schadstoffmessungen, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte, ergaben dann erhöhte Werte von Butanol und Propylenglykol.

Gelüftet und gewischt

Bei beiden Stoffen handelt es sich um sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOC) - gasförmige Stoffe organischen Ursprungs, die leicht verdampfen. Sie waren in sechs Klassenräumen in der Raumluft nachgewiesen worden. Die Schadstoffe sind aber inzwischen kein Problem mehr: Am Dienstag gab die Stadt Bochum bekannt, dass ab dem 2. Februar wieder Unterricht am Lenneplatz stattfinden kann.

"Wir haben die Schule vier Wochen lang täglich gelüftet und ohne Pflegemittel feucht gewischt", erklärte Stadtsprecherin Tanja Wißing. Die letzten Messungen hätten keine auffälligen Ergebnisse mehr erbracht, Richtwerte wurden nicht überschritten. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat das Schulverwaltungsamt daher entschieden, das Gebäude wieder freizugeben.

Berufskolleg-Schüler bleiben in Rosenbergschule

Wie die VOC-Stoffe überhaupt in die Raumluft gelangt sind, konnte nicht endgültig geklärt werden. Laut Tanja Wißing sei der anfängliche Verdacht, es könne sich um Stoffe aus dem alten Linoleumbelag in der Schule handeln, nicht bestätigt worden. "Wir konnten die Ursache nicht dingfest machen. Diese flüchtigen organischen Verbindungen können in vielen Bereichen vorkommen - zum Beispiel im Wald, im Baubereich, in Hobby- und Handwerkerprodukten, in Tabakrauch, aber auch in Reinigungs- und Pflegemitteln", erklärte die Stadtsprecherin. Um die potenzielle Gefahrenquelle der Reinigungsmittel ausschließen zu können, werde in der Schule weiterhin nur feucht gewischt.

Die 108 Schüler der Helene-Lange-Schule werden zum 2. Februar in ihre alten Räume am Lenneplatz zurückkehren. Sie waren während der Schließung des Schulstandortes an der Franz-Dinnendahl-Schule unterrichtet worden. Die 150 betroffenen Schüler des Alice-Salomon-Berufskollegs ziehen allerdings nicht zurück an den Lenneplatz. Sie werden seit Anfang Januar in der ehemaligen Rosenbergschule an der Haydnstraße unterrichtet und werden dort auch bis Ende des Schuljahres bleiben, teilte die Stadt mit.

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