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Schulstunde in Sachen Umwelt

DEUSEN Zwei Schulstunden in Sachen Umwelt erlebten jetzt Grafen-Grundschüler in Deusen.

von Von Tilman Abegg

, 30.11.2007
Schulstunde in Sachen Umwelt

Die Deusener Grafen-Grundschüler widmeten sich im Unterricht der Umwelt. Ganz praktisch und anschaulich.

Der kleine goldfarbene Hebel steht unter Druck. Claudia Wichert von der Deutschen Umwelt-Aktion lässt ihn los, ein schwaches Pfeifen erklingt. Sie lächelt die Viertklässler der Grafen-Grundschule an: "Das reicht noch nicht".

Dabei hat sie alles richtig gemacht. Die Briketts in der Brennstoffkammer lodern. Der Wassertank läuft fast über, der Keilriemen zwischen Turbinenrad und Generator ist straff gespannt. Die kleine Dampfmaschine ist bereit.

"Wo kommt der Strom her?", hat Wichert zuvor gefragt. Die Kinder verfolgten den Weg zurück: Aus der Steckdose bis zur DEW21 (Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH), die diese Doppelstunde sponsort. Und woher holt ihn die DEW? Klar, dachte Lukas (10): "Aus dem Baumarkt!"

Eben nicht: Strom muss aufwändig produziert werden. Das Tischkraftwerk führt's vor Augen. Sobald der Druck stimmt.

"Jeder von euch hat schon mal selbst Strom produziert", hat Wichert den staunenden Schülern verraten. Ach so, mit dem Fahrrad-Dynamo! So funktioniert auch ein großes Kraftwerk: Hier heißt das Rad Turbine und wird vom Dampf des kochenden Wassers angetrieben. Und statt eines Dynamos dreht es den Generator. Und der verwandelt die Bewegung in Strom. Die Theorie ist also klar.

Konzentrationsmarathon

Wichert macht den zweiten Hebel-Test. Ein lauter Pfiff meldet: Druck stimmt! Die Turbinenfelge beginnt zu rotieren, dichter Dampf wölkt aus dem Schornstein. Die Schüler jubeln. Der einstündige Konzentrationsmarathon hat sich gelohnt.

Doch Energie macht nicht nur Spaß, sondern auch viel Dreck. Timo (10) rümpft die Nase, als Wichert die qualmende Brennkammer herauszieht: "Puh, das stinkt!" Und belastet die Umwelt, erklärt Wichert, von der Müllkippe aus. "Jedesmal, wenn ihr ein Gerät einschaltet, macht das Kraftwerk Dreck", resümiert Wichert, "Also: Wie könnt ihr zu Hause Strom sparen?" Schnell sind die Stromfresser erkannt: Rechner, X-Box, Fernseher, Licht...

Zum Schluss werden umweltfreundliche Hobbies gesammelt: Sport, Gesellschaftsspiele, Schach oder ein gutes Buch. Und das ist bei Kerzenschein ja noch viel spannender.

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